Politik

Streit um Öltanker vor Gibraltar Iran will "Seeraub" nicht dulden

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Die "Grace 1" ist vor Gibraltar von der britischen Marine festgesetzt worden.

(Foto: REUTERS)

Weil es illegal Öl nach Syrien transportieren soll, stoppt die britische Marine das iranische Schiff "Grace 1" vor Gibraltar. Seit vier Tagen sitzt der Supertanker bereits fest. Die Regierung in Teheran verschärft den Ton.

Im Streit um einen vor Gibraltar gestoppten iranischen Tanker bleibt Teheran hart. "In diesen Tagen erlebten wir einen Akt der Bedrohung seitens der englischen Regierung in der Straße von Gibraltar gegen einen Tanker aus der Islamischen Republik Iran", sagte der iranische Verteidigungsminister Amir Hatami in einer im staatlichen Fernsehen übertragenen Rede. Die Beschlagnahmung des Schiffes sei falsch und komme einem Seeraub gleich, der mit Sicherheit nicht toleriert werde, erklärte Hatami weiter.

Am vergangenen Donnerstag hatten mehrere Schiffe unter Mitwirkung der britischen Royal Marine den iranischen Supertanker "Grace 1" vor Gibraltar gestoppt. Dieser steht laut der britischen Regierung in London im Verdacht, heimlich Öl in die Banijas-Raffinerie zu befördern - und somit Sanktionen der Europäischen Union zu umgehen. Die iranische Regierung in Teheran ist mit dem Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündet.

Der spanische Außenminister Josep Borrell hatte nach der Festsetzung des Tankschiffes erklärt, der Schritt sei auf Gesuch der USA an die Adresse Großbritanniens erfolgt. Untersucht werde, ob dadurch die Souveränität seines Landes beeinträchtigt worden sei. Gibraltar liegt am Südzipfel Spaniens und steht seit 1713 unter britischer Souveränität. Spanien erkennt Gibraltar sowie die angrenzenden Gewässer nicht als britisch an.

Quelle: n-tv.de, cri/rts

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