Politik

Vergeltung für "Grenzverletzung" Israel greift syrische Armee an

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Das Gebiet in den Golanhöhen ist seit Jahrzehnten stark umkämpft.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Nach seiner Ankündigung in der vergangenen Woche macht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ernst. Auf wohl fehlgeleitete Geschosse aus dem syrischen Bürgerkrieg reagiert das israelische Militär mit voller Härte.

Israel hat erneut eine Stellung der syrischen Armee angegriffen. Die israelische Armee übte damit nach eigenen Angaben Vergeltung für zwei Geschosse, die auf dem von Israel besetzten Teil der Golanhöhen einschlug. Es war bereits der fünfte solche Vorfall innerhalb weniger Tage.

Die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad habe sich einer "Grenzverletzung" schuldig gemacht, erklärte die Armee. Deshalb schossen die Streitkräfte zurück. Ob der israelische Angriff vom Boden oder aus der Luft erfolgte, wurde nicht mitgeteilt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte noch am Mittwoch angekündigt, auf "jeden" Beschuss zu antworten. "Wer immer uns angreift, den werden wir angreifen", sagte Netanjahu.

Bei den Geschossen, die auf israelischem Gebiet niedergingen, handelt es sich um zwei vermutlich fehlgeleitete Mörsergranate aus dem syrischen Bürgerkrieg. Es gab weder Opfer noch Schäden.

Seit dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 hält Israel ein 1200 Quadratkilometer großes Gebiet auf den Golanhöhen besetzt. Die von Israel besetzte Seite wird immer wieder von fehlgeleiteten Raketen oder Granaten getroffen, die von den Konfliktparteien in Syrien abgefeuert werden.

1981 annektierte Israel das Gebiet. Die internationale Staatengemeinschaft hat diesen Schritt nie anerkannt. 510 Quadratkilometer der Golanhöhen sind unter syrischer Kontrolle. Die beiden Nachbarländer befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand.

Quelle: ntv.de, lou/AFP/dpa