Politik

Keine VerletztenEstnischer Geheimdienst: Russische Drohne trifft Kraftwerk

25.03.2026, 09:37 Uhr
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Die Drohne traf nach estnischen Angaben den Schornstein des Kraftwerkes Auvere. (Symbolbild) (Foto: picture-alliance / Woodfall/Photoshot.)

Eine russische Drohne hat nach Angaben des Geheimdienstes den estnischen Luftraum verletzt. Ein Kraftwerk im Nordosten des Landes wird getroffen. Auch Lettland meldet das Eindringen einer Drohne.

Eine russische Drohne hat nach Angaben des estnischen Inlandsgeheimdienstes ein Kraftwerk in dem Nato-Mitgliedstaat getroffen. Die Drohne habe "den Schornstein des Kraftwerks Auvere" im Landkreis Ida-Viru getroffen, teilte der Geheimdienst ISS mit. Die Drohne drang den Angaben zufolge "aus dem russischen Luftraum in den estnischen Luftraum ein", verletzt worden sei niemand. Auch in Lettland ist nach Angaben der Streitkräfte eine Drohne abgestürzt.

Nach aktuellem Kenntnisstand sei die Drohne nicht auf Estland oder das Kraftwerk gerichtet gewesen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Regierung berief wegen des Vorfalls eine Sondersitzung des Kabinetts ein.

In Lettland sagte ein Militärsprecher im Fernsehen, dass um 2.19 Uhr (Ortszeit) ein unbekanntes Flugobjekt per Radar erfasst worden sei, das sich der lettischen Grenze näherte und diese überflog. Rund 20 Minuten später sei die Drohne in Nähe des Dorfes Dobricina in der Gemeinde Kraslava von selbst explodiert - ohne dass eine alarmierte Einheit der Luftwaffe eingegriffen hätte.

Zuvor sei gegen 0.50 Uhr (Ortszeit) bereits ein Objekt von belarussischer Seite in den lettischen Luftraum eingedrungen, habe eine leichte Kurve geflogen und sei in den russischen Luftraum weitergeflogen. Der Sprecher ging davon aus, dass die unbemannten Fluggeräte in beiden Fällen vom Kurs abgekommen oder durch elektronische Abwehrmaßnahmen fehlgeleitet worden seien. 

Im Zuge des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren im Luftraum europäischer Nato-Staaten immer wieder Drohnen an Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet worden, unter anderem auch in Deutschland. Russische Drohnen oder Militärflugzeuge waren zudem mehrfach in den Luftraum unter anderem Polens, der baltischen Staaten und Rumäniens eingedrungen. In der Nacht zu Montag war eine fehlgeleitete ukrainische Drohne in Litauen abgestürzt.

Litauens Verteidigungsminister Robertas Kaunas machte Russland für die jüngsten Drohnenabstürze verantwortlich. "Das alles ist auf Russlands Krieg zurückzuführen", schrieb Kaunas auf Facebook. "Der vom Aggressor Russland provozierte Krieg hat uns an diesen Punkt gebracht, an dem innerhalb von 48 Stunden Drohnen auf dem Gebiet der drei baltischen Staaten abgestürzt sind." Es sei offensichtlich, dass die Luftverteidigung nicht nur in Litauen, sondern in der gesamten Nato eine Herausforderung darstelle. 

Quelle: ntv.de, lar/AFP/rts/dpa

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