Politik

Westen soll sich mal beruhigen Kreml beklagt "antirussische Psychose"

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Kremlsprecher Dmitri Peskow stellt "eine gewisse Anspannung" zwischen Russland und anderen Staaten fest.

(Foto: AP)

Spannungen mit Tschechien, der Ukraine, der EU, den USA: Russland ist in nicht gerade wenige internationale Konflikte verwickelt. Das Land weist Anschuldigungen gegen sich jedoch als absurd und völlig unbegründet zurück und sieht sich gar als Opfer einer "massenhaften antirussischen Psychose".

Der Kreml hat angesichts seiner vielen internationalen Konflikte eine "massenhafte antirussische Psychose" in vielen Staaten beklagt. "Zwischen Moskau und einer Reihe von Staaten tritt in letzter Zeit eine gewisse Anspannung auf", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Staatsagentur Tass zufolge.

Er wies erneut Vorwürfe der tschechischen Regierung zurück, russische Geheimdienstler seien an einer Explosion in einem Munitionsdepot 2014 beteiligt gewesen. Zwei Menschen starben damals. Es handele sich um absurde und "völlig unbegründete Anschuldigungen", so Peskow.

Spannungen gibt es seit Jahren etwa auch mit der Ukraine im Konflikt um Russlands Unterstützung von Separatisten im Osten des Landes und mit Blick auf die Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel 2014. Kiew sieht Moskau als "Aggressor". Die Lage um die Ostukraine hat sich wegen Truppenaufmärschen auf ukrainischem und auf russischem Gebiet zugespitzt. Der Westen ruft Russland zur Deeskalation auf.

Beziehungen zur EU und zu den USA schwer belastet

Zudem sind etwa die Beziehungen zur EU und zu den USA schwer belastet. Die Verantwortung für die Konflikte sieht Moskau bei anderen. "Russland ist in keiner Weise ein Initiator dieser Anspannung", meinte Peskow. Gleichwohl reagiere Moskau auf unfreundliche Schritte.

Die EU und die USA haben Russland mit einer Vielzahl an Sanktionen belegt - nicht nur im Ukraine-Konflikt, sondern auch wegen dem russischen Staat zugeschriebener Attentate sowie Hackerangriffen auf Regierungsstellen. Zugleich sei Russland ungeachtet der Spannungen bereit zu einem Dialog mit dem Westen - unter Wahrung seiner eigenen Interessen.

Die Partner im Ausland, meinte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin, sollten sich "beruhigen", damit Meinungsverschiedenheiten auf konstruktive Weise überwunden werden könnten. Dabei brauche es aber im Westen den "politischen Willen", sagte er.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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