Politik

"Ungebildet und inkompetent"Kreml lehnt Verhandlungen mit EU-Führung ab

25.01.2026, 14:47 Uhr
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Dmitri Peskow ist der Pressesprecher von Kremlchef Putin. (Foto: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin)

Das Verhältnis zwischen Russland und der europäischen Union ist angespannt. In einem Rundumschlag hetzt Kremlsprecher Peskow nun gegen EU-Funktionäre. Besonders eine Frau ist Russland dabei ein Dorn im Auge.

Der Kreml hat vor dem Hintergrund der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Kriegs die politische Führung der EU als inkompetent kritisiert und Verhandlungen mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ausgeschlossen. Der EU-Führung fehle es an vorausschauenden Visionären, beklagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. "Das sind irgendwelche ungebildeten inkompetenten Funktionäre, die nicht in die Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können." Darunter leide das gesamte System der internationalen Beziehungen, sagte er.

So habe sich die EU von einer ausgedachten Abhängigkeit von russischem Öl und Gas nun in die Abhängigkeit von den USA begeben, argumentierte er. Bei dem Rundumschlag gegen die EU-Funktionäre musste insbesondere die aus Estland stammende Außenbeauftragte Kallas Kritik einstecken. "Mit ihr werden wir nie auch nur irgendetwas besprechen, auch die Amerikaner werden das nicht tun", behauptete Peskow. Moskau werde einfach abwarten, bis sie ihren Posten räume.

Der Ärger Moskaus begründet sich vor allem auf der Unterstützung der Europäer für die von Russland angegriffene Ukraine. Kremlchef Wladimir Putin hatte im Februar 2022 die Invasion des Nachbarn befohlen. Bis heute hat Russland seine Kriegsziele nicht erreicht - auch weil die Ukraine westliche Hilfe bekommen hat. Nach dem Amtsantritt von Donald Trump als Präsident in den USA ist der bis dahin stärkste Verbündete Kiews allerdings ausgefallen. Trump sieht sich lediglich als Vermittler in dem Krieg, den er vor seiner Wahl versprach, innerhalb von 24 Stunden zu beenden.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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