Politik

Klimapolitik ist was für Profis Kubicki hält Lindner-Satz weiter für richtig

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Überlasst es den Profis sei nach wie vor richtig, sagt FDP-Vize Kubicki zur Äußerung seines Parteichefs Lindner.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor neun Monaten sorgt FDP-Chef Lindner mit seiner Aussage, den Schutz des Klimas doch den Profis zu überlassen, für Aufsehen. Daran sei nichts zu kritisieren, sagt sein Vize. Das sagten die Aktivisten von Fridays for Future schließlich selbst.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat Parteichef Christian Lindner für dessen umstrittene Äußerung verteidigt, Klimapolitik sei etwas für Profis. Der Satz sei "nach wie vor richtig, wenn auch falsch interpretiert", sagte er im "ntv Frühstart". Er sei weder Ingenieur, noch Naturwissenschaftler und könne somit nur sagen: "Es ist sinnvoll, zu erklären, wir wollen nicht mehr als eine bestimmte Menge CO2 zu einem bestimmten Zeitpunkt emittieren. Wie das erreicht werden kann, überlassen wir denen, die was davon verstehen."

Bei vielen Aktivisten von Fridays for Future hatte die Lindner-Aussage im vergangenen Jahr Kopfschütteln ausgelöst. Auch in Teilen der FDP hält man sie für schwierig. Kubicki aber sagt: "Auch Fridays for Future erklärt ja, wir sollten auf die Wissenschaftler hören." Damit sagten sie ja auch, "wir sollten auf die Profis hören und nicht auf sie selbst". Er könne sich nur "schwer vorstellen, dass ein 17-Jähriger mir die Welt erklären kann. Dazu fehlt ihm etwas Lebenserfahrung."

Kritik übte Bundestagsvizepräsident Kubicki derweil an der Klage von Umweltverbänden und Klimaaktivisten gegen das Klimapaket der Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht. "Das ist eine reine PR-Maßnahme." Fridays for Future könne tun und lassen, was es will, "aber zu glauben, dass der Rechtsstaat politischen Opportunitäten folgt, ist ein Irrglaube". An dem Bündnis, das klagt, ist auch die bekannte Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer beteiligt.

Quelle: ntv.de, fsc/jwu