Politik

Ziel von 203.300 Soldaten Frauen und Einwanderer sollen Bundeswehr stärken

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Bis zum Jahr 2031 soll die Bundeswehr auf mehr als 200.000 Soldaten aufgestockt werden - das Verteidigungsministerium schätzt das als "ambitioniert" ein.

(Foto: picture alliance / Ralph Zwilling - Tank-Masters.de)

Bei der Bundeswehr gibt es viele Baustellen - eine der größten ist die geplante Aufstockung auf über 200.000 Soldaten. Der neue Reformplan von Verteidigungsministerin Lambrecht präsentiert konkrete Lösungsvorschläge, wie es in einem Medienbericht heißt.

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht von der SPD hat einem Bericht zufolge ihren Plan für die Reform der Bundeswehr fertiggestellt. Das 63 Seiten umfassende Papier sei dem Personalrat und weiteren Beteiligungsgremien im Bundesministerium der Verteidigung übermittelt worden und solle kommende Woche dem Bundestag präsentiert werden, berichtete die "Welt". Der Bericht liegt ihr nach eigenen Angaben vor.

In dem als Verschlusssache eingestuften Bericht werden demnach rund 200 Maßnahmen benannt, mit denen Lambrecht die "Einsatzbereitschaft und Funktionalität der Bundeswehr kurz-, mittel- und langfristig steigern" wolle. Es handle sich zu einem Großteil um Prüfaufträge, Optionen und Vorschläge, nicht aber um fertige Konzepte.

Der Bericht sei nur der "Auftakt von Veränderungen", heißt es laut "Welt" in dem Papier. Der Reformbedarf sei "grundlegend, vielfältig und gewaltig", das vorgelegte Maßnahmenpaket "nicht ausreichend, um die Verkrustungen von Jahrzehnten auszubrechen". Es handele sich um "viele einzelne Stellschrauben, an denen justiert werden kann und wird".

Die Maßnahmen betreffen der Zeitung zufolge insbesondere die Bereiche Personal, Material und Funktionalität. So werde der angestrebte Personalumfang von 203.300 Soldaten im Jahr 2031 infrage gestellt. Diese Zielmarke sei zwar "gegenwärtiger Entscheidungsstand", erfordere aber neben der jährlichen Regeneration von rund 20.000 Soldaten eine zusätzliche Aufstockung in gleicher Größenordnung. Das sei "ambitioniert" und ohne "tiefgreifende Maßnahmen" nicht zu erreichen.

Mehr Vielfalt soll Wende bringen

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Als konkrete Maßnahmen, um diese Trends zu brechen, wird dem Zeitungsbericht zufolge ein "nachhaltiges Vielfaltsmanagement" vorgeschlagen, um in der Bundeswehr unterrepräsentierte Gesellschaftsgruppen wie Frauen und Deutsche mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Verpflichtungszeiten von Zeitsoldaten sollten verlängert, Soldaten von zivilen Dienstposten abgezogen, mehr und andere Personalwerbung versucht werden. Auch die Absenkung von Qualitätsanforderungen werde nicht ausgeschlossen.

Zum Ausrüstungsmaterial heißt es laut "Welt" in dem Papier lediglich, die bekannten Ausrüstungslücken seien zu schließen, dazu bedürfe es "hier keiner neuen Analyse. Innerhalb der bestehenden Organisation muss konsequent an der Umsetzung der identifizierten Handlungsbedarfe gearbeitet werden." Aktuell gebe es allerdings noch nicht einmal ein verlässliches Lagebild der vorhandenen Waffensysteme, "um den Aufwuchs zur materiellen Vollausstattung gezielt steuern zu können".

Quelle: ntv.de, kst/AFP

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