Politik

Schwarz-rot-grüne Landesregierung Landtag wählt Haseloff zum Regierungschef

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Mindestens fünf Abgeordnete haben ihm anfangs die Gefolgschaft verweigert: Reiner Haseloff.

(Foto: dpa)

Reiner Haseloff wird im zweiten Durchgang bei der Wahl zum Ministerpräsidenten vom Landtag Sachsen-Anhalt gewählt. Die Wahl geriet zur Zitterpartie: Im ersten Durchgang fehlten dem CDU-Politiker drei Stimmen.

Gut sechs Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist Reiner Haseloff erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Der 62-Jährige erhielt im Magdeburger Landtag im zweiten Wahlgang 47 von 84 gültigen Stimmen und erreichte damit die erforderliche Mehrheit. 34 Abgeordnete stimmten mit "Nein", drei enthielten sich und drei Stimmen waren ungültig. Nach der Wahl will Haseloff die Mitglieder seines neuen schwarz-rot-grünen Kabinetts ernennen, der ersten sogenannten Kenia-Koalition auf Landesebene.

Das geplante Regierungsbündnis aus CDU, SPD und Grünen verfügt über 46 Mandate. Haseloff nahm die Wahl an und wurde vereidigt. "Diese Koalition wird ein Erfolg werden", sagte der 62-Jährige mit Blick auf die neue schwarz-rot-grüne Koalition in Sachsen-Anhalt, die auf Länderebene bislang einzigartig ist. Im Anschluss wollte Haseloff die Mitglieder seines neuen Kabinetts ernennen.

Haseloff bekam im ersten Wahlgang 41 von 87 Stimmen und fiel damit zunächst durch. 45 Abgeordnete hatten gegen Haseloff gestimmt, einer enthielt sich. Die drei Koalitionspartner CDU, SPD und Grüne haben zusammen 46 Abgeordnete. AfD und Linke in der Opposition haben insgesamt 41 Mandate. Das bedeutet, dass anfangs mindestens fünf Abgeordnete aus dem der neuen Koalition ihrem Kandidaten Haseloff die Gefolgschaft verweigert hatten. Nach einer etwa einstündigen Pause wurde ein zweites Mal gewählt.

Quelle: n-tv.de, bdk/dpa/AFP

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