Politik

"Durchseuchung aller Schüler" Lauterbach warnt vor sorglosem Schulstart

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Ohne Sicherheitsregeln könnten die Stuhlreihen bald wieder leer bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sollte die Schule nach den Sommerferien ohne Schutzmaßnahmen beginnen, befürchtet Karl Lauterbach zahlreiche Corona-Infektionen bei Kindern. Der SPD-Gesundheitsexperte fordert deshalb die Länder auf, an Wechselunterricht, Masken und Tests festzuhalten.

SPD-Politiker Karl Lauterbach hält einen Schulstart nach den Sommerferien ohne jegliche Corona-Beschränkungen für ein riskantes Vorhaben. "Ich habe schon aus den Ländern von der Idee gehört, nach dem Sommer den Unterricht ohne jede Einschränkung auch bei hohen Inzidenzen wieder durchzuführen. Wir hätten bis Ende des Schuljahres eine komplette Durchseuchung aller Schüler", sagte er der "Rheinischen Post".

Fahre man die Schutzmaßnahmen in Schulen zu früh herunter, würden sich sehr viele Kinder mit Covid-19 infizieren. Es sei unklar, wie viele von ihnen nach einer Erkrankung mit Long-Covid-Spätfolgen oder gar einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hätten.

Alternativ könnten Schulen an Wechselunterricht, Masken, Tests und Quarantäne für erkrankte Schüler festhalten. "Auch die Impfung von über zwölfjährigen Jugendlichen kann aus meiner Sicht sehr dabei helfen, die Pandemie zu überwinden", sagt Lauterbach.

Quelle: ntv.de, sbl/dpa

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