Politik

Jede zehnte Kaserne unbewohnbar Leyen macht 250 Millionen extra locker

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Um die Bundeswehr zu modernisieren, werden Milliarden von Euro benötigt.

(Foto: REUTERS)

Der Wehrbeauftragte Könighaus wird morgen seinen Jahresbericht vorlegen. Um eine neue Debatte um Ratten und Schimmel in Kasernen zu vermeiden, legt Verteidigungsministerin von der Leyen eine Viertelmilliarde Euro für die Soldatenunterkünfte drauf.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Mittel für die Sanierung der maroden Bundeswehr-Kasernen um 250 Millionen Euro aufgestockt. In den nächsten drei Jahren sollen nun 750 Millionen statt der bisher eingeplanten 500 Millionen Euro ausgegeben werden, sagte die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post". Bei den 2500 Unterkunftsbauten, die bestehen bleiben sollen, gebe es enormen Modernisierungsbedarf.

Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hatte Anfang Januar Alarm geschlagen und von Ratten, Schimmel und undichten Fenstern in den Kasernen berichtet. Er forderte ein milliardenschweres Sanierungsprogramm über mehrere Jahre. An diesem Dienstag stellt Königshaus seinen letzten Jahresbericht vor. Er wird im Mai vom SPD-Politiker Hans-Peter Bartels abgelöst.

Nach Angaben des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Bonn weisen 38 Prozent der Bundeswehrgebäude größere Mängel auf. Weitere neun Prozent sind sogar komplett unbewohnbar. Von der Leyen sagte, seit September seien rund 3100 Sofortmaßnahmen vom neuen Duschkopf bis zur dringenden Dachsanierung angeschoben worden. "Davon sind heute bereits 800 abgeschlossen. Das zeigt, wie lang der Weg ist", sagte die Ministerin.

Außerdem berichtete sie von einem Freiwilligen-Rekord. Mit 11.000 freiwillig Wehrdienstleistenden hat die Bundeswehr den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht Mitte 2011 erreicht. Die Kurve gehe vor allem bei den weiblichen Einsteigern steil nach oben, sagte von der Leyen. 2011 seien im Startquartal rund 3500 Männer eingestellt worden - und nur 55 Frauen. Im zuletzt gemessenen Quartal seien es zehnmal so viele Frauen gewesen.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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