Politik

Angespanntes Verhältnis zu Kiew Macron will Waffenlieferungen ausweiten

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Frankreich hat bereits die Lieferung von Caesar-Haubitzen in Aussicht gestellt.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Das Verhältnis zwischen den Präsidenten Macron und Selenskyj ist angespannt. Zuletzt hatte der Franzose einem EU-Beitritt der Ukraine faktisch eine Abfuhr erteilt. Zudem hielt er lange regelmäßigen Kontakt zum Kremlchef. Nun will er Kiew schneller und größere Waffen liefern.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj deutlich mehr militärische Hilfe versprochen. Laut Elysée-Palast sagte er in einem gemeinsamen Telefongespräch, die Waffenlieferungen aus Paris würden "in den kommenden Tagen und Wochen an Intensität gewinnen". Bereits Ende April hatte Macron der Ukraine die Lieferung von  Milan-Panzerabwehrwaffen und Caesar-Haubitzen in Aussicht gestellt.

Macron versprach Selenskyj zudem zusätzliche humanitäre Hilfe für die Ukraine. Er habe mit dem ukrainischen Präsidenten darüber hinaus über Möglichkeiten gesprochen, Getreide-Exporte aus der Ukraine trotz der russischen Seeblockade gegen das Land zu ermöglichen. Macron habe Selenskyj darüber hinaus versichert, das Beitrittsgesuch der Ukraine zur Europäischen Union werde beim EU-Gipfel im Juni geprüft.

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Zu Beginn der russischen Invasion der Ukraine hatte der französische Präsident bei Waffenlieferungen gezögert und regelmäßig mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen, um Möglichkeiten einer diplomatischen Lösung auszuloten.

Zwischen Macron und der ukrainischen Regierung war es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Streitigkeiten gekommen. Unter anderem hatte Selenskyj dem französischen Präsidenten vorgeworfen, Angst vor Putin zu haben. Macron hatte vergangene Woche Kiew verärgert, als er sagte, bis zu einer möglichen EU-Mitgliedschaft der Ukraine könnten "Jahrzehnte" vergehen - und stattdessen eine "europäische politische Gemeinschaft" ins Spiel brachte.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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