Politik

Kanzlerin ist Umfragekönigin Merkel beschert Union absolute Mehrheit

3qx11319.jpg6608900816549743281.jpg

Die Kanzlerin steht für Verlässlichkeit.

(Foto: dpa)

Die Gewinnerin der Griechenland-Krise ist ... Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wären jetzt Wahlen, käme die Union auf eine absolute Mehrheit. Genauer gesagt: Merkel bekäme sie.

Die Union wäre einer Umfrage zufolge gegenwärtig bei einer Bundestagswahl fast so stark wie alle anderen Parteien zusammen. "Bild am Sonntag" zitierte vorab aus einer Emnid-Umfrage von Ende Juli, der zufolge die CDU und CSU zusammen mit 43 Prozent die absolute Mehrheit erreichen würden. Dies ist durch die Fünf-Prozent-Hürde möglich.

Dies sei zum ersten Mal seit 2005 der Fall, hieß es weiter. Die Union liege dabei wie die SPD (24 Prozent) und die Grünen (10 Prozent) unverändert. Die Linkspartei würde einen Prozentpunkt auf 9 Prozent abgeben, die sonstigen Parteien mit 7 Prozent einen Punkt dazugewinnen. Nicht im Bundestag vertreten wären die FDP (4 Prozent) und die AfD (3 Prozent).

Das gute Abschneiden der Union sei "fast ausschließlich" auf die Bundeskanzlerin zurückzuführen, erklärte der Politikwissenschaftler Jürgen Falter. "Dank ihrer unaufgeregten Art vertrauen die Deutschen Angela Merkel. Und in der Griechenland-Krise konnte sie noch einmal Sympathien hinzugewinnen." Ähnlich argumentiert auch der Wahlforscher Thorsten Schneider-Haase. Merkel habe sich bei den Deutschen als Politikerin präsentiert, "auf die auch in schwierigen Situationen Verlass ist".

Vierte Amtszeit im Blick

Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, Merkel wolle bei der Bundestagswahl 2017 noch einmal antreten. Merkel habe bei einem Strategietreffen mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber und Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler besprochen, wer für die Kampagne der Union in gut eineinhalb Jahren zuständig sein soll, meldete das Magazin ohne Angaben von Quellen. Das Bundeskanzleramt wollte sich zu der Meldung nicht äußern.

Noch sei jedoch nicht entschieden, ob Merkel eine Kandidatur für die gesamte Legislaturperiode anstrebt. Die Wahlkampagne solle demnach nicht von einer externen Wahlkampfzentrale aus, sondern von der CDU-Zentrale im Konrad-Adenauer-Haus aus geführt werden.

Als Ergebnis der Unterredung seien schon erste Helfer angesprochen worden, berichtete das Magazin weiter. Auch mit CSU-Chef Horst Seehofer habe die CDU-Vorsitzende vor einigen Wochen strategische Fragen des Wahlkampfs diskutiert.

Seehofer hatte sich kürzlich für eine erneute Kandidatur Merkels stark gemacht. "Wenn wir die Wahl gewinnen wollen, dann nur mit ihr als Kandidatin", sagte er Mitte Juli in einem Interview. Ende 2014 hatte der bayerische Ministerpräsident zudem auf einem CSU-Parteitag die absolute Mehrheit als Ziel der Union für die Bundestagswahl 2017 ausgegeben.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

Mehr zum Thema