Politik

Zustimmung für Trump Merkel und May unterstützen Luftangriff

Donald Trump erhält für seinen Luftangriff auf eine syrische Militärbasis nicht nur aus der Heimat Zustimmung, sondern auch von Angela Merkel und Theresa May. Russland wollen sie dazu bewegen, den syrischen Staatschef Baschar al-Assad fallen zu lassen.

US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend mit Kanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über den US-Militärschlag gegen Syrien gesprochen. Merkel und May hätten den Luftangriff in dem Telefonat unterstützt, teilte das Weiße Haus mit. Zudem seien sich die Gesprächspartner einig gewesen, dass der syrische Staatschef Baschar al-Assad zur Verantwortung gezogen werden müsse.

Die britische Regierung erklärte, May und Trump seien übereingekommen, dass nun versucht werden müsse, den Kreml davon zu überzeugen, dass seine "Allianz mit Assad nicht länger im strategischen Interesse" Moskaus sei. Der bevorstehende Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in der russischen Hauptstadt sei eine Gelegenheit, um den Grundstein für eine "dauerhafte politische Lösung" zu legen. Tillerson wird am Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in Moskau erwartet.

Die USA hatten in der vergangenen Woche 59 Raketen auf den Flugplatz Al-Schairat der syrischen Armee gefeuert. Es handelte sich dabei um einen Vergeltungsschlag für einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz der syrischen Führung in Chan Scheichun. Bei dem Angriff in der nordsyrischen Stadt waren am Dienstag vergangener Woche mindestens 87 Menschen getötet worden, darunter zahlreiche Kinder. Die Flugzeuge mit dem Nervengas sollen laut Trump von Al-Schairat gestartet sein.

Ein Fünftel der syrischen Kampfflugzeuge zerstört

Nach Angaben des Pentagon sind bei dem Luftangriff 20 Prozent der einsatzfähigen syrischen Kampfflugzeuge zerstört worden. Das gab US-Verteidigungsminister James Mattis am Montag in einem Statement in Washington bekannt.

Zusätzlich wurden demnach Tankanlagen und Luftabwehrsysteme zerstört oder beschädigt. Die syrischen Regierungstruppen seien damit nicht mehr in der Lage, auf diesem Stützpunkt Maschinen zu betanken oder neu zu bewaffnen, sagte Mattis. "Die syrische Regierung wäre schlecht beraten, noch einmal chemische Waffen zu benutzen."

Die Nutzung der Start- und Landebahn bezeichnete Mattis als "von nachgeordneter militärischer Bedeutung". Der Verteidigungsminister reagierte damit offenbar auf Berichte, wonach die syrische Luftwaffe von dem beschossenen Flugplatz bereits kurze Zeit später wieder Einsätze flog. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, bezeichnete dies als "PR-Gag".

Quelle: n-tv.de, chr/dpa/AFP

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