Politik

Anschlagsversuch in LeipzigMinisterium dementiert Munitionsladung in Antonow-Flugzeug

06.08.2026, 14:47 Uhr
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Ukrainische Antonow parken am Flughafen Leipzig/Halle. (Foto: picture alliance/dpa)

Das Innenministerium dementiert Berichte, dass ein Antonow-Frachtflugzeug auf dem Flughafen Leipzig-Halle mit Munition beladen war. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass dies das Ziel der bewaffneten Drohne gewesen sein könnte.

Nach der Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen hat das Bundesinnenministerium intern Berichte dementiert, wonach eines der ukrainischen Antonow-Flugzeuge in der Nähe mit Munition beladen gewesen sei. In der Obleute-Runde im Bundestag mit den Abgeordneten aus den Ausschüssen Inneres und Verteidigung wurde klargestellt, dass sich keine Munition in der Maschine befunden habe. 

Zuvor hatten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichtet, dass der mutmaßliche Anschlagsversuch mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle womöglich einer mit Munition beladenen Frachtmaschine galt. Diese sei offenbar kurz zuvor aus Frankreich nach Leipzig transportiert worden und wohl für den Weitertransport vorgesehen gewesen.

Mitarbeiter des Flughafens hätten die Drohne nach Erkenntnissen der Ermittler am späten Dienstagabend bemerkt, als sie zwischen zwei Maschinen der ukrainischen Gesellschaft Antonov Airlines schwebte, berichteten diese Medien weiter. Nach einem Kontakt mit einem Mitarbeiter habe das Fluggerät am Boden gelegen. An der Drohne sei ein faustgroßes Paket mit hochexplosivem Sprengstoff befestigt gewesen, bei dem es sich wahrscheinlich um Semtex handele.

Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei, hieß es von der Polizei. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hieß es. Sachsens Innenminister Armin Schuster sagte, es werde noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne gesucht.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte am Mittwoch von einer "neuen Gefahrenqualität" gesprochen. Wer für den mutmaßlichen Anschlagsversuch verantwortlich ist, ist unklar.

Quelle: ntv.de, lme/rts/dpa

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