Politik

Fehlt es an Grundkompetenzen?Ministerpräsident kündigt Tests für Vorschulkinder an

11.09.2026, 11:43 Uhr
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"Im Moment sind sehr viele Kinder bei der Einschulung gar nicht grundschulreif", sagt Ministerpräsident Gordon Schnieder. (Foto: picture alliance/dpa)

Die desaströsen Ergebnisse der diesjährigen Pisa-Studie haben die Bundesregierung aufgeschreckt. Der rheinland-pfälzische Regierungschef Schnieder stellt verbindliche Tests für Vierjährige in Aussicht. Mit diesen soll nicht nur überprüft werden, ob die Kinder die deutsche Sprache beherrschen.

Nach dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler bei der neuen Pisa-Studie hat der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, eine mangelnde Grundschulreife vieler Erstklässler beklagt und Tests für Viereinhalbjährige angekündigt. "Wenn Kinder in die Grundschule kommen, müssen sie Deutsch sprechen können und bestimmte Fähigkeiten beherrschen", sagte Schnieder den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Dazu gehöre, einen Stift halten, mit der Schere schneiden und Schnürsenkel zubinden zu können.

"Im Moment sind sehr viele Kinder bei der Einschulung gar nicht grundschulreif", erklärte der Ministerpräsident. Das müsse sich ändern "durch verbindliche Sprachtests mit viereinhalb Jahren und verbindliche Tests der Grundfähigkeiten, die ein Grundschulkind braucht". Dafür habe die Landesregierung die Weichen gestellt.

Er sei auch offen für einen nationalen Bildungsgipfel, sagte Schnieder. "Ich bin offen für alles, was dazu dient, das Bildungssystem besser zu machen." Deutschland habe keine Rohstoffe - "die Kinder sind unsere größten Schätze". Der Schlüssel liege in der frühkindlichen Bildung, sagte der CDU-Politiker: "Wir müssen vorne anfangen, damit wir hinten raus nicht reparieren müssen."

Die am Dienstag vorgestellten jüngsten Ergebnisse der Pisa-Studie hatten ergeben, dass Deutschlands Schülerinnen und Schüler in Mathematik und der Lesekompetenz schlechter abschnitten als je zuvor. 

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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