Politik

Energiepolitische Unabhängigkeit Mißfelder gegen "Sonderweg"

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, hat die energiepolitische Unabhängigkeit Deutschlands gefordert. Die Frage sei: "Wollen wir uns auf einen deutschen Sonderweg begeben und dann abhängig sein von eher teuren Erdgasimporten aus Russland oder von Kernenergie-Importen aus Frankreich?", so Mißfelder gegenüber n-tv.de. "Ich bin dafür, dass Deutschland energiepolitisch unabhängig bleibt."

Mißfelder kritisierte den Ausstieg aus der Kernenergie als "für die Verbraucher schlecht". Er sei der Meinung, "dass wir eine sichere, preiswerte, umweltschonende und grundlastfähige Energieversorgung in Deutschland brauchen". Dies sei "nicht gewährleistet, wenn wir aus der Kernenergie und aus der Kohle gleichzeitig aussteigen", so der CDU-Bundestagsabgeordnete. Die Junge Union habe bereits im vergangenen Jahr beschlossen, "dass wir uns, wenn die Industrie den Wunsch hat, neue Kernkraftwerke zu bauen, dem nicht entgegenstellen werden".

Die CDU gebe es allerdings noch keine Festlegung zur Frage von Neubauten von Kernkraftwerken "Es gibt dazu verschiedene Stimmen", so Mißfelder weiter.

Mißfelder: Betreiber senken Preise

Mißfelder zeigte sich überzeugt, dass die Betreiber ihre aus längeren Laufzeiten resultierenden Gewinne an die Verbraucher weitergeben würden. Dazu forderte er eine Vereinbarung mit der Industrie "auf der Basis von Freiwilligkeit". Bei den Energieversorgern sehe er "eine große Bereitschaft dazu", denn den Unternehmen sei klar, "dass dieses hohe Preisniveau auf die Dauer nicht zu halten sein wird, ohne große soziale Verwerfungen zu riskieren".

Quelle: ntv.de

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