Politik

Mutmaßliche Rechtsterroristen "Oldschool Society" steht vor Gericht

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Ihr Gesicht wollen die angeklagten Mitglieder der "Oldschool Society" nicht zeigen.

(Foto: REUTERS)

Bei einer bundesweiten Razzia nimmt die Polizei im Mai 2015 vier Mitglieder der "Oldschool Society" fest. Der Vorwurf: Sie planen einen Anschlag auf ein Flüchtlingsheim. In München stehen die mutmaßlichen Rechtsterroristen ab sofort vor Gericht.

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Unter anderem auf Facebook warb die "Oldschool Society" um Unterstützer.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor dem Oberlandesgericht München hat der Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe "Oldschool Society" begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft den drei Männern und einer Frau vor, eine terroristische Vereinigung gebildet und einen Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Sachsen vorbereitet zu haben. Im Fall einer Verurteilung drohen ihnen nach Paragraf 129a im Strafgesetzbuch bis zu zehn Jahre Haft.

Die Gruppe hatte sich demnach über Whatsapp und Telegram sowie Facebook zusammengefunden. Bei einem Treffen im Mai 2015 im sächsischen Borna wollte sie laut Anklage einen Anschlag auf das dortige Flüchtlingsheim verüben. Dafür hätten sie in Tschechien im großen Stil Feuerwerkskörper gekauft, die in Deutschland verboten gewesen seien. Die Wirkung der Explosionen wollten sie mit Nägeln oder Brandbeschleuniger verstärken.

Die Polizei hatte die vier Angeklagten wenige Tage vor dem geplanten Anschlag bei einer groß angelegten Razzia festgenommen. Neben dem selbst ernannten Anführer Andreas H. aus Augsburg sitzen Markus W. und Denise Vanessa G. aus Sachsen sowie Olaf G. aus Bochum auf der Anklagebank.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/AFP