Politik

Terrorplan für Kreuzfahrtschiff?Polizei nimmt mutmaßliches Hamas-Mitglied auf Kreta fest

07.06.2026, 11:03 Uhr
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Die kleinen Fischerdörfer Kretas sind ein beliebtes Urlaubsziel - offenbar auch bei israelischen Reisenden. (Foto: picture alliance / INSIDE-PICTURE)

Auf Kreta legt regelmäßig ein israelisches Kreuzfahrtschiff an. Der nächste Trip mit israelischen Urlaubern ist für Dienstag geplant. Medienberichten zufolge sollte es dann womöglich zu einem Terroranschlag kommen: Griechische Ermittler nehmen einen 37-jährigen Hotelangestellten auf Kreta ins Visier.

Die griechischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben eine Terrorzelle aufgedeckt. Im Zuge ihrer Ermittlungen wurde auf Kreta ein 37-jähriger Mann palästinensischer Herkunft festgenommen. Wie die Polizei in Athen mitteilt, wird ihm die Mitgliedschaft in der islamistischen Hamas und die Planung von Terroranschlägen vorgeworfen.

Der Verdächtige soll Verbindungen zu zwei Palästinensern haben, die kürzlich auf Zypern festgenommen wurden. Die drei sollen laut Polizei eine gemeinsame Ausbildung im Umgang mit Sprengstoffen erhalten haben.

Der 37-Jährige kam den Angaben zufolge vor etwa einem Jahr nach Griechenland gekommen und erhielt Asyl. Zuletzt arbeitete er saisonal in einem Hotel in Agios Nikolaos auf Kreta. Örtlichen Medien zufolge zielten die Anschlagspläne möglicherweise auf ein Kreuzfahrtschiff ab, das regelmäßig mit israelischen Urlaubern an Bord Kreta besucht. Das nächste Mal soll das Schiff demnach am Dienstag auf Kreta eintreffen.

Nachdem Hinweise auf eine mögliche Hamas-Mitgliedschaft aufgetaucht waren, wurde der Mann Medienberichten zufolge mehrere Tage lang überwacht. Dabei sei herausgekommen, dass er eine Wohnung im Zentrum von Athen angemietet habe, berichtet der griechische Sender ERT. In der Wohnung habe die Polizei Chemikalien und eine Laborausrüstung sichergestellt, die zur Herstellung einer Bombe verwendet werden könnte.

Der Mann soll einem Staatsanwalt vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa

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