Politik

"Hilfsangebot" für Waldbrände Putin freut sich über Trump-Telefonat

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Stehen in regem Austausch: Wladimir Putin und Donald Trump.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Sibirien haben Waldbrände eine Fläche so groß wie Brandenburg zerstört. Feuerwehr und Armee kämpfen bislang vergeblich gegen die Flammen. Auf Hilfe kann Russland nun vonseiten der USA hoffen. So interpretiert Staatschef Putin jedenfalls ein Telefonat mit US-Präsident Trump.

US-Präsident Donald Trump hat mit Kreml-Chef Wladimir Putin telefoniert und ihm dabei nach russischen Angaben Hilfe im Kampf gegen die seit Tagen wütenden Waldbrände in Sibirien angeboten. Putin wisse diesen Schritt zu schätzen und werte ihn als Signal, dass es beiden Ländern gelingen werde, ihre Beziehungen vollständig zu normalisieren, teilte die Presseabteilung des Kremls laut der Staatsagentur Tass mit.

Russland werde auf das "Hilfsangebot" aus dem Gespräch eingehen, sollte dies nötig sein. Das Weiße Haus bestätigte nach dem Telefonat lediglich, dass Trump seine Besorgnis über die Brände ausgedrückt und mit Putin auch über bilaterale Handelsfragen gesprochen habe.

Die heftigen Waldbrände in Sibirien lodern schon seit Tagen und haben nach Angaben der Forstverwaltung vom Mittwoch mittlerweile fast drei Millionen Hektar Fläche abgebrannt. Das entspricht in etwa der Größe Brandenburgs. Dem Umweltministerium zufolge haben die Feuer ein größeres Ausmaß erreicht als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr.

Putin wies an, dass die Armee die Feuerwehr bei den Löscharbeiten unterstützen soll. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden bereits zehn Flugzeuge und zehn Helikopter in die besonders von den Waldbränden betroffene Region Krasnojarsk entsandt. Die Streitkräfte in der ebenfalls unter den Feuern leidenden Region Irkutsk wurden laut Kreml in Alarmbereitschaft versetzt.

Etwa 2700 Feuerwehrleute kämpfen nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax gegen die Flammen. In Russland kommt es immer wieder zu schweren Wald- und Flächenbränden mit Verletzten und Toten. Sibirien hat derzeit mit Trockenheit und vergleichsweise hohen Temperaturen zu kämpfen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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