Politik

Besuch in Ex-Sowjetrepubliken Putin plant erste Auslandsreise seit Kriegsbeginn

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Zuletzt hatte Wladimir Putin Anfang Februar Russland für einen Besuch in China verlassen.

(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Anfang Februar tritt Wladimir Putin zuletzt eine offizielle Auslandsreise an. Seit dem Angriff auf die Ukraine harrt der Kreml-Chef jedoch in Russland aus. Nach mehreren Monaten scheint sich der Präsident nun allerdings auf einen Staatsbesuch in zwei ehemaligen Sowjetrepubliken vorzubereiten.

Der russische Präsident Wladimir Putin will dem staatlichen Fernsehen zufolge erstmals seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar ins Ausland reisen. Er werde in der neuen Woche die ehemaligen Sowjetrepubliken Tadschikistan und Turkmenistan besuchen, berichtet der Sender Rossija 1.

In Tadschikistan und Turkmenistan wird Putin dem Bericht zufolge von den jeweiligen Präsidenten empfangen. In Turkmenistan wird er bei einem Minigipfel auch die Staats- und Regierungschefs des Irans, Aserbaidschan und Kasachstan treffen. Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hatte sich zuletzt beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg in Anwesenheit von Putin geweigert, die sogenannten Volksrepubliken in der Ostukraine anzuerkennen.

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Tadschikistan gehört zu den militärischen Bündnispartnern von Russland. Die Ex-Sowjetrepublik ist Mitglied der von Russland angeführte Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), einem Militärbündnis, dem auch Kasachstan, Belarus, Armenien und Kirgisistan angehören. Tadschikistan hatte in der Vergangenheit bereits gemeinsame Truppenübungen mit Russland abgehalten, das in der Republik einen eigenen Militärstützpunkt unterhält.

Seit Putin den Einmarsch in die Ukraine befahl, hat er keine öffentlich bekanntgewordenen Besuche im Ausland unternommen. Seine letzte bekannte Auslandsreise war der Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Peking Anfang Februar. Dort traf er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammen. Die Staatschefs riefen dort eine Partnerschaft "ohne Grenzen" aus und besiegelten Öl- und Gasgeschäfte in Milliardenhöhe. Gleichzeitig respektieren chinesische Unternehmen die westlichen Sanktionen.

Quelle: ntv.de, mbu/rts/AFP/dpa

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