Politik

"Sind radikal, aber nicht doof" Rote Flora zeigt sich kampfbereit

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"Es ist nur ein Haus." Hamburgs Linksautonome kündigen an, auch bei einer Räumung der Roten Flora nicht aus dem Stadtbild zu verschwinden.

(Foto: picture alliance / Christophe Ga)

Nach den Krawallen beim G20-Gipfel rücken linksautonome Projekte wie die Rote Flora in Hamburg oder die Rigaer Straße in Berlin in den Fokus. Teile der Politik fordern deren Schließung. Zumindest die Hamburger reagieren darauf mit einer Kampfansage.

Das linksautonome Zentrum Rote Flora in Hamburg weist nach den schweren Ausschreitungen während des G20-Gipfels alle Forderungen nach Schließung zurück. "Wir sind radikal, aber nicht doof ... Flora bleibt", überschrieben Aktivisten eine Mitteilung, die im Anschluss an eine Sitzung des Flora-Plenums veröffentlicht wurde. Wenn Bürgermeister Olaf Scholz am Nachmittag eine Regierungserklärung abgebe, sei man jedoch auf alles gefasst.

In den vergangenen Jahren hätten die Autonomen bewusst mehrfach die Existenz des Hauses zugunsten politischer Positionen in die Waagschale geworfen, heißt es weiter. "Es ist nur ein Haus, ein Symbol, mit dessen Räumung der Wutbürger besänftigt werden soll." Aber im Falle einer Räumung würden autonome Politik und linksradikale Bewegungen nicht aus dem Stadtbild verschwinden - ganz im Gegenteil.

Mit Blick auf die Opfer der Krawalle erklärten die Autonomen: "Emanzipatorische Politik bedeutet für uns nicht, Unbeteiligte in Angst und Schrecken zu versetzen." Sie könnten verstehen, dass Anwohner auf die Ereignisse mit Fragen und Unverständnis reagierten. Die Autonomen kündigten an, sich weiter der Diskussion zu stellen. "Eine selbstkritische Aufarbeitung der Ereignisse innerhalb der Szene wird in den nächsten Wochen stattfinden."

Zugleich übten die Aktivisten scharfe Kritik am Hamburger Senat. Der versuche, für das eigene Versagen einen Sündenbock zu finden. "Es soll ein Klima geschaffen werden, in dem die Kriminalisierung von politischen Strukturen, sowie die Zerschlagung des besetzten Projektes Rote Flora, aber auch von Orten wie der Rigaer Straße in Berlin, vorbereitet werden soll", heißt es in der Erklärung.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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