Politik

Militäraktivität besorgt NATO Russland verlegt Truppen an Ukraine-Grenze

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Russlands Außenminister Lawrow warnte vor einer Eskalation.

(Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

Der Konflikt in der Ost-Ukraine beruhigt sich nicht: Russlands jüngste Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukrainesorgen sorgen erneut für Kritik. Der Kreml verteidigt sie als Selbstschutzmaßnahme, die NATO zeigt sich angespannt.

Russland hat Truppenbewegungen nahe der Grenze zur Ukraine als Maßnahme zum Selbstschutz bezeichnet. "An den russischen Grenzen nehmen die Aktivitäten der Nato, anderer Bündnisse und einzelner Staaten zu", sagte ein Präsidialamtssprecher. "Das alles verpflichtet uns, wachsam zu sein." Außenminister Sergej Lawrow warnte, eine Eskalation in der Donbass-Region könne die Ukraine zerstören.

Entsprechende frühere Bemerkungen von Präsident Wladimir Putin träfen immer noch zu, erklärte er. Ein Nato-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Russland untergrabe die Friedensbemühungen in der Ost-Ukraine. Die Bündnismitglieder seien besorgt über "Russlands jüngsten, groß angelegten Militäraktivitäten in und um der Ukraine". Das ukrainische Militär hatte in den vergangenen Tagen von drei Orten gesprochen, an denen Russland offenbar seine Truppen verstärke.

Separatisten in Ost-Ukraine finanziell und mit Waffen unterstützt

Unbestätigten Aufnahmen auf Sozialen Medien zufolge verlegt die Regierung in Moskau Panzer und anderes Material in die Grenzregionen und auf die Krim, die sie 2014 annektiert hatte. Zuletzt nahm die Gewalt im Osten der Ukraine wieder zu. Die Regierung in Kiew und der Westen werfen der Regierung in Moskau vor, die Separatisten in der Ost-Ukraine finanziell und mit Waffen zu unterstützen.

Vor einigen Tagen sprachen Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron und Putin nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert schon über den Konflikt in der Ost-Ukraine. Eigentlicher Anlass der Videokonferenz war der russische Impfstoff Sputnik V. Die Kanzlerin und der französische Präsident riefen demnach dazu auf, die Verhandlungen zur Umsetzung der Minsker Friedensabkommen im sogenannten Normandie-Format unter Beteiligung der Ukraine voranzutreiben.

Quelle: ntv.de, ses/rts/AFP

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