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"Gibt in der CDU eine Debatte" Schröder äußert sich zur K-Frage

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Armin Laschet (l.), hier bei einem gemeinsamen Termin mit Gerhard Schröder und seiner Frau Soyeon Kim (Archivbild).

(Foto: picture alliance / Bernd Thissen)

Wer folgt auf Merkel? Während die SPD noch nach einer neuen Parteispitze sucht, mischt sich Altkanzler Schröder in die Personaldebatte der CDU ein. In einem ungewöhnlichen Interview wirbt der SPD-Politiker für NRW-Regierungschef Laschet.

Der frühere SPD-Chef und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder geht davon aus, dass sich die Union letztlich für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet als künftigen Kanzlerkandidaten entscheiden wird. "Ich würde ein gutes Abendessen in diesem schönen Restaurant darauf verwetten, dass die CDU am Ende auf ihn zukommen wird", sagte der 75-Jährige in einem Doppelinterview mit Laschet der "Rheinischen Post".

Zu den Chancen der seit Dezember 2018 amtierenden CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte Schröder: "Es gibt in der CDU eine Debatte, ob die Vorsitzende geeignet ist. Das will ich nicht beurteilen." Weiter sagte er: "Aber dass Armin Laschet hier als Ministerpräsident einen guten Job macht, ist offensichtlich, und natürlich ist der nordrhein-westfälische Regierungschef immer auch ein potenzieller Kanzlerkandidat."

"Rechtzeitig vor der Wahl 2021"

Laschet selbst sagte dazu: "Ich bin sehr gerne Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, da gibt es auch noch viel zu tun. Und über die Kanzlerschaft werden wir entscheiden, wenn der Zeitpunkt da ist." Auf die Frage, ob die Kanzlerkandidatur in der Union offen sei, antwortete Laschet: "Das ist eine Binsenweisheit. Die Parteivorsitzende wird diesen Prozess führen. Und es ist verabredet, dass wir uns rechtzeitig vor der Wahl 2021 über einen Kandidaten oder eine Kandidatin verständigen."

Auch für seine eigene Partei regte Schröder eine frühzeitige Suche nach geeigneten Kanzlerkandidaten an. Das schwache Abschneiden der SPD bei den jüngsten Landtagswahlen kann den Altkanzler dabei nicht beirren. Gefragt, ob die SPD angesichts der Wahlergebnisse überhaupt noch einen Kanzlerkandidaten brauche, antwortete er: "Natürlich, sie darf den Anspruch nicht aufgeben, den Regierungschef in Deutschland wieder zu stellen."

Von der Idee, die Parteiführung der SPD künftig mit einer Doppelspitze zu besetzen, hält Schröder unterdessen wenig. "Ich glaube, da wird der Versuch gemacht, etwas zu kopieren, was andere Parteien schon nicht immer als Erfolg erlebt haben", sagte er der "Rheinischen Post". "Man muss sich auf seine eigenen Stärken besinnen."

Der Parteivorstand wirbt für die Einführung einer Doppelspitze, die auf dem Parteitag im Dezember gewählt werden soll. Die Doppelspitze soll die SPD als Team gemeinsam führen. Dem aufwändigen Verfahren, zu dem unter anderem 23 Regionalkonferenzen gehören, auf dem sich die Kandidaten der Basis vorstellen, kann Schröder wenig abgewinnen. "Diese langwierige Form von Führungsfindung liegt mir nicht", sagte Schröder dem Blatt. Bis 12. Oktober werden die 15 Kandidaten, sieben Duos und ein Einzelbewerber, bei den weiteren Regionalkonferenzen um Stimmen werben.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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