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Blutbad in Dayton Schütze hatte "gewalttätige Ideologien"

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Bei dem Anschlag in Dayton hatte ein Schütze am vergangenen Wochenende neun Menschen getötet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Angriff in Dayton im US-Bundesstaat Ohio tötet ein Schütze am Wochenende neun Menschen, ehe die Polizei ihn erschießt. Das FBI hat nun Hinweise darauf, dass der 24-Jährige Interesse an "gewalttätigen Ideologien" gehabt hat. Das Motiv des Täters gibt der Polizei weiter Rätsel auf.

Der Todesschütze von Dayton im US-Bundesstaat Ohio war nach Angaben der Bundespolizei FBI an "gewalttätigen Ideologien" interessiert. Das hätten die bisherigen Ermittlungen ergeben, sagte FBI-Agent Todd Wickerham. Angaben, um welche Ideologien es sich handelt, machte er nicht. Bislang gebe es aber keine Hinweise, dass der 24-jährige Connor Betts aus rassistischen Motiven gehandelt habe, sagte Wickerham.

Betts hatte am vergangenen Wochenende in Dayton neun Menschen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Das Motiv für diese Tat ist bislang unklar. Unter den Opfern sind sechs Schwarze. Der 24-Jährige tötete auch seine Schwester. Betts soll in der Vergangenheit frauenverachtende Verhaltensweisen gezeigt haben.

Rund 13 Stunden vor dem Blutbad in Dayton hatte ein Schütze in der texanischen Stadt El Paso 22 Menschen erschossen. In diesem Fall gehen die Ermittler von einem rassistischen Motiv aus.US-Präsident Donald Trump wird die beiden Städte im Laufe des heutigen Tages besuchen. Bei Anwohnern und örtlichen Politikern stößt dies auf Kritik: Kritiker werfen dem US-Präsidenten vor, mit seiner aggressiven Rhetorik Hass und Rassismus zu schüren und Gewalt zu begünstigen.

Ermittlungen nach Gewaltakt in Kalifornien

Derweil leitete das FBI Terrorermittlungen zu einem Schusswaffenangriff auf ein Food-Festival in Kalifornien Ende Juli ein. Ein 19-Jähriger hatte auf dem Garlic Festival (Knoblauch-Festival) von Gilroy drei Menschen erschossen, unter ihnen zwei Kinder. Als Polizisten ihn stellten, erschoss er sich selbst.

Nach Angaben von FBI-Agent John Bennett interessierte sich der Angreifer für verschiedene "gewalttätige Ideologien". Außerdem habe er eine Liste mit möglichen Angriffszielen erstellt, darunter religiöse Einrichtungen, Behördengebäude, Gerichte, politische Parteien sowie das Knoblauch-Festival. Das FBI leitete deswegen Ermittlungen wegen inländischem Terrorismus ein. Das genaue Motiv sei aber nach wie vor unklar, sagte Bennett. Der 19-Jährige soll vor der Tat im Internet ein Buch über die Überlegenheit der "weißen Rasse" zitiert haben.

Quelle: n-tv.de, pvt/AFP

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