Politik

Knapp eine Million Euro Sea-Watch teilt Spenden mit anderen Rettern

b2289a25f2b0bbc66310b65c8af79613.jpg

In dem Gremium, das die Gelder verteilen soll, seien Vertreter von anderen Hilfsorganisationen und vom Netzwerk Seebrücke.

(Foto: imago images / Pacific Press Agency)

Bei Spendenaufrufen für Sea-Watch kommt knapp eine Million Euro zusammen. Die deutsche Hilfsorganisation will das Geld nun nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen Seenotrettern nutzen. Die Mittel sollen demnach dort eingesetzt werden, wo sie "am dringendsten gebraucht" werden.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch will die gesammelten Spenden für die Kapitänin Carola Rackete mit anderen Seenotrettern gemeinsam nutzen. "Es wird ein Gremium gebildet, weil wir das Geld möglichst effektiv für die Seenotrettung einsetzen wollen, nicht nur für Sea-Watch, sondern wir wollen gemeinsam schauen, wo es am dringendsten gebraucht wird", sagte Sprecher Ruben Neugebauer.

In diesem Gremium seien unter anderem Vertreter von Hilfsorganisationen und von dem Netzwerk Seebrücke, das sich für die Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer einsetzt. Ein Teil der Spenden soll für die Verfahrenskosten von Rackete verwendet werden. Nach der Festnahme der 31-Jährigen in Italien gab es eine breite gesellschaftliche Solidarität. Allein über den Aufruf der Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf kamen bisher knapp eine Million Euro zusammen.

Kapitänin Rackete stammt aus Niedersachsen. Sie ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß, gegen sie wird aber in Italien weiter ermittelt. Sie war mit dem Schiff "Sea-Watch 3" und Dutzenden Migranten an Bord unerlaubt in den Hafen von Lampedusa gefahren.

Quelle: n-tv.de, aeh/dpa

Mehr zum Thema