Politik

Trump, Putin im TrendbarometerSelbst AfD-Anhänger sehen in Trump einen Gegner Europas

10.02.2026, 15:13 Uhr
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Die AfD ist beim Thema Trump gespalten. (Foto: picture alliance / CNP / AdMedia)

Ein Jahr nach Trumps Amtsantritt in den USA ist die transatlantische Partnerschaft kaum wiederzuerkennen. Zugleich droht Russland von Osten her. In einem neuen Trendbarometer äußern sich die Befragten dazu.

Eine große Mehrheit der Deutschen macht sich gut ein Jahr nach der Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump keine Illusionen mehr über das transatlantische Verhältnis. 70 Prozent sehen in dem Republikaner "eher einen Gegner“, wie Forsa in einer Umfrage für das RTL/ntv-Trendbarometer feststellte. Nur 18 Prozent meinen, er sei noch ein "verlässlicher Partner".

Wenn überhaupt, haben noch AfD-Anhänger Vertrauen in Trump (39 Prozent), doch selbst in ihren Reihen überwiegt die Skepsis: 51 Prozent halten ihn laut der Umfrage für einen Gegner. Bei den anderen Parteien ist die Verteilung viel eindeutiger. Unter Wählern der Unionsparteien (16 Prozent) und der Grünen (15 Prozent) gibt es noch ein wenig Hoffnung auf eine verlässliche Partnerschaft. Bei den Anhängern der SPD (7 Prozent) und der Linken (4 Prozent) ist diese Haltung marginal.

Für ein weiteres Trendbarometer fragte Forsa nach der Bedrohung durch Russland. Dabei ist das Bild ebenfalls deutlich, wenn auch nicht so sehr wie in der Frage nach Trump. 39 Prozent der Deutschen machen sich demnach große oder sehr große Sorgen, dass Russland in den kommenden Jahren ein Nato-Land angreifen könnte. 60 Prozent tun dies weniger oder gar nicht.

Großer Unterschied zwischen Männern und Frauen

Wenig überraschend sticht auch hier die meist Kreml-freundlich auftretende AfD hervor. Nur 12 Prozent befürchten einen russischen Angriff, 86 Prozent tun das eher nicht. Linken-Wähler teilen die Sorge auch nur zu 35 Prozent, gegenüber 63 Prozent, die das nicht oder weniger tun. Bei Wählerinnen und Wählern von CDU/CSU (53 Prozent), der SPD (55 Prozent) und den Grünen (59 Prozent) bereitet jeweils einer Mehrheit ein möglicher Angriff Russlands große oder sehr große Sorgen.

Deutlicher sind die Unterschiede zwischen Ost und West sowie Männern und Frauen. Grob gesagt ist die Furcht vor Russland im Westen und unter Frauen größer. Im Osten sorgen sich nur 30 Prozent wegen eines möglichen Angriffs, im Westen sind es 40 Prozent. Aber 51 Prozent der Frauen fürchten die Vorstellung, während dies nur 27 Prozent der Männer tun.

Für das Trendbarometer zu Trump und Russland befragte Forsa zwischen dem 6. und 9. Februar 1009 Menschen in Deutschland. Fehlertoleranz: plus/minus drei Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

Quelle: ntv.de, vpe

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