Politik

"Nicht genug schwere Waffen" Selenskyj hält Befreiung Mariupols für unmöglich

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Präsident Selenskyj traf sich mit Kanadas Premier Trudeau, der unangekündigt nach Kiew gereist ist.

(Foto: AP)

Die im Mariupoler Asowstal-Stahlwerk ausharrenden Kämpfer machen deutlich, nicht aufgeben zu wollen. Präsident Selenskyj sieht derzeit jedoch keinen Weg, sie zu retten. Den ukrainischen Streitkräften fehle es für eine Befreiung der Stadt an militärischen Mitteln.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Befreiung der von russischen Truppen besetzten Hafenstadt Mariupol derzeit ausgeschlossen. "Die Ukraine hat nicht genügend schwere Waffen, um Mariupol auf militärischem Wege zu befreien", sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit Kanadas Regierungschef Justin Trudeau, der heute in Kiew zu einem Solidaritätsbesuch angereist war.

Immerhin sei es auf diplomatischem Wege gelungen, Zivilisten aus dem belagerten Stahlwerk Asowstal herauszuholen, sagte Selenskyj. Für die verbliebenen ukrainischen Soldaten gestalte sich eine Evakuierung aber schwierig. "Die russischen Soldaten, die russische Armee, die Armeeführung und die politische Führung der Russischen Föderation wollen unsere Soldaten nicht herauslassen", sagte der ukrainische Staatschef.

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Kiew habe die Türkei, Israel, Frankreich, die Schweiz, die Vereinten Nationen und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz um Vermittlung gebeten. Zuletzt hatte auch der Vorsteher der größten ukrainisch-orthdoxen Kirche des Moskauer Patriarchats, Onufrij, den russischen Präsidenten Wladimir Putin gebeten, den ukrainischen Soldaten freien Abzug zu gewähren.

Die südostukrainische Hafenstadt Mariupol ist seit mehreren Wochen weitgehend unter russischer Kontrolle. Am Wochenende wurden die letzten eingeschlossenen Zivilisten aus dem Stahlwerk der Stadt evakuiert. Hunderte ukrainische Verteidiger sollen sich aber noch in den Bunkeranlagen des Werks verschanzt haben. Sie betonten am heutigen Sonntag einmal mehr, nicht kapitulieren zu wollen.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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