Politik

Fast alle mit GroKo zufrieden Söder so beliebt wie kein Politiker vor ihm

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Söder erfährt für sein Corona-Krisenmanagement große Zustimmung und wird zum Zugpferd der Union.

(Foto: imago images/Overstreet)

In der Krise legt die Union weiter in der Gunst der Wähler zu. Bayerns Ministerpräsident Söder stellt die Berliner Kollegen der Schwesterpartei jedoch in den Schatten. Nie zuvor war ein Politiker so beliebt.

Die Parteien der Großen Koalition sind weiterhin im Umfrage-Aufwind: Im nun veröffentlichten "Politbarometer" des ZDF bescheinigten 88 Prozent der Befragten der Bundesregierung ein gutes Management der Corona-Krise, mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigen sich 80 Prozent zufrieden. Davon profitierten die Regierungsparteien: Union und SPD legten um jeweils zwei Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Umfrage zu - CDU/CSU erreichten 35 Prozent, die SPD 17 Prozent. Ähnliche Werte hatte zuvor bereits eine Umfrage für das RTL/ntv-Trendbarometer ergeben.

Die Unionswerte dürften nicht zuletzt aus Bayern einen kräftigen Schub bekommen haben. Ein zentraler Faktor: Ministerpräsident Markus Söder erreichte wegen seines Krisenmanagements in der Corona-Krise einen neuen deutschen Allzeitrekord bei den Zufriedenheitswerten für Politiker. Gegenüber Januar konnte Söder seine Beliebtheitswerte in Bayern um 27 Prozentpunkte auf 94 Prozent sprunghaft verbessern, wie der "Bayerntrend" des Bayerischen Rundfunks (BR) ergab.

Noch nie sei im ARD-"Deutschlandtrend" oder in Erhebungen in den Bundesländern für einen Bundes- oder Landespolitiker ein höherer Wert ermittelt worden, erklärte der Sender. Söder übertraf damit auch deutlich den bisherigen Rekord seines politischen Ziehvaters Edmund Stoiber in Bayern, der 2003 bei 75 Prozent Zustimmung gelegen hatte.

Im Sog dieser Werte machte auf Landesebene auch die CSU einen Sprung in der politischen Stimmung. Laut Sonntagsfrage des BR würden die CSU 49 Prozent der Bayern wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre - dies sind 13 Prozentpunkte mehr als im Januar und würde die bei der letzten Wahl verlorene absolute Mehrheit der Sitze im Landtag wieder ermöglichen.

Großer Verlierer in Bayern und auch auf Bundesebene sind allen voran die Grünen. Sie hatten im Freistaat im Januar noch bei 25 Prozent gelegen und verloren nun acht Punkte auf 17 Prozent. Bundesweit verloren sie im "Politbarometer" des ZDF zwei Prozentpunkte und kommen nun nur noch auf 20 Prozent. In Summe hätte sowohl eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen als auch eine Koalition aus CDU/CSU und SPD eine Mehrheit.

Quelle: ntv.de, mra/dpa/AFP

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