Politik

Hausärzte wichtig bei Impfrekord Spahn blickt positiv auf Praxis-Impfstart

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Laut Spahn wurden am Donnerstag so viele Menschen geimpft, wie an noch keinem Tag zuvor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem Impfstart in Hausarztpraxen sei er zufrieden, es könne aber nicht jeden Tag einen neuen Rekord geben, sagt Gesundheitsminister Spahn. Dabei dementiert er Gerüchte, der Bund wolle die Vakzin-Auslieferung drosseln. Lieferengpässe schließt der Minister jedoch nicht aus.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich zufrieden mit dem Start der Impfungen in den Praxen: "Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg." Am Donnerstag wurde nach Spahns Worten mit 719.000 Impfungen ein neuer Tagesrekord erreicht. 325.000 davon entfielen dabei auf die Arztpraxen. Zugleich betonte der CDU-Politiker aber auch, es werde nicht jeden Tag einen neuen Rekord geben können.

Spahn wies Spekulationen zurück, der Bund könne die Auslieferung der Impfdosen an die Praxen wieder drosseln. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass es wegen der Produktionsabläufe zu Veränderungen bei den Liefermengen kommen könne. In der laufenden Woche seien insgesamt 940.000 Dosen geliefert worden, in den folgenden Wochen sollten es jeweils gut eine Million sein.

Zu den 450 Impfzentren der Länder seien durch die impfenden Hausarztpraxen "35.000 kleinere, aber sehr effiziente Impfzentren hinzugekommenen". Mittlerweile seien 17 Millionen Dosen verimpft worden, darunter 12,2 Millionen Erstimpfungen. Damit hätten eine solche erste Impfung 14,7 Prozent der Bevölkerung erhalten.

Biontech liefert am zuverlässigsten

In den ersten zwei Wochen würden die Arztpraxen mit dem Impfstoff von Biontech beliefert, bekräftigte Spahn. Ab Mitte April gebe es etwa zur Hälfte Biontech und zur Hälfte Astrazeneca, später auch den Impfstoff von Johnson & Johnson. Biontech liefere bisher sehr verlässlich und auf den Wochentag genau. Das habe man bei den anderen Herstellern noch nicht erreicht, hier sei teils nur die Lieferwoche bekannt, nicht aber der Tag.

Spahn bekräftigte außerdem, dass das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben, noch geringer ist als bei negativ Getesteten. "Das heißt, wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat zwei Wochen später so behandeln, als hätte er gerade aktuell einen negativen Test gemacht." Das sei kein Privileg oder Sonderrecht. "Jeder kann sich kostenlos testen lassen."

Quelle: ntv.de, spl/AFP/dpa

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