Politik

Hauptsache, kein Streit mit CSU Spahn vermeidet Bekenntnis zu Laschet

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Spahn würde nicht um jeden Preis an Laschet festhalten.

(Foto: imago images/photothek)

Bei der Wahl zum CDU-Vorsitz hatte Jens Spahn noch ein flammendes Plädoyer für seinen nordrhein-westfälischen Landsmann Armin Laschet abgegeben. In der K-Frage will sich der Bundesgesundheitsminister nun nicht mehr so eindeutig äußern. Wichtiger als der Kandidat sei die Geschlossenheit der Union.

Ende Januar, Armin Laschet war gerade von den Delegierten per Briefwahl als CDU-Vorsitzender bestätigt worden, hatte Jens Spahn noch eine klare Position, mit wem die Union in die Bundestagswahl ziehen würde: "Armin Laschet führt unsere CDU und er ist damit der natürliche Kanzlerkandidat", sagte der Gesundheitsminister der "Bild am Sonntag". Keine drei Monate später ist sich Spahn darüber aber offenbar nicht mehr so sicher. "Hat Armin Laschet noch eine Chance, Kanzlerkandidat der Union zu werden?", fragte ihn die Moderatorin im ZDF. Ein klares "Ja" war von Spahn nicht zu vernehmen.

Er habe Laschet bei der Wahl zum Parteivorsitzenden unterstützt und auch am vergangenen Montag im Parteivorstand, betonte Spahn. Laschet habe die Union zusammengeführt. Nun dürfe sich die Union aber nicht über die K-Frage entzweien. "Ja, Umfragen sind wichtig", so der stellvertretende CDU-Vorsitzende. "Aber Geschlossenheit ist eben auch wichtig". Wenn CDU und CSU sich stritten, dann spalte dies meist die CDU, mahnte Spahn. Er sei zuversichtlich, dass sich die beiden Parteichefs einigen würden.

Ob er von Söder erwarte, dass er sich zurückziehe, fragte die Moderatorin. "Ich setze darauf, dass uns die beiden einen gemeinsamen Vorschlag machen", so der Minister. Entscheidend sei vor allem, dass CDU und CSU zusammenstünden. Ein klares Bekenntnis zu Laschet kam Spahn nicht über die Lippen.

Ziemiak: "Laschet ist der Richtige"

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Deutlich klarer als Laschets Stellvertreter positioniert sich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak: "Armin Laschet ist der richtige Kandidat, um zu einen und zusammenzuführen. Er hat einen klaren Kompass, ein verlässliches Wertefundament und steht für die ganze Breite der Union. Er ist der richtige Kanzler für unser Land", erklärte Ziemiak dem "Focus".

Auch der frühere Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe unterstrich seine Unterstützung für Laschet. "Es geht darum, die Union und unsere Gesellschaft zusammenzuführen. Das verlangt einen klaren inhaltlichen Kompass und Verlässlichkeit. Laschet ist dafür der geeignetste Kandidat", sagte Gröhe dem "Focus". Von CSU-Chef Markus Söder, erwarte er, dass er zu seinen Worten vom vergangenen Sonntag stehe. Söder hatte beim Auftritt mit Laschet vor der Spitze der Unionsfraktion am Sonntag seine Bereitschaft zur Kandidatur von einer Unterstützung durch die CDU abhängig gemacht und zugesagt, sich andernfalls einzuordnen - ohne Groll.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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