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Staaten schließen LufträumeLufthansa und weitere Airlines streichen Flüge nach Nahost

28.02.2026, 18:37 Uhr
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Ein Mann prüft die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach Luftangriffen auf den Iran und Explosionen in den Golfstaaten annullieren viele Airlines ihre Flüge in die Region. Betroffen sind auch Passagiere von Emirates, Turkish Airlines und British Airways. Laut dem Portal FlightAware waren bis zum Nachmittag mehr als 12.500 Flüge verspätet.

Wegen des Militärangriffs auf den Iran streichen zahlreiche Fluggesellschaften ihre Flüge in der Region. Bis zum 7. März würden alle Flüge nach Tel Aviv in Israel, in Irans Hauptstadt Teheran, Libanons Hauptstadt Beirut, Jordaniens Hauptstadt Amman und Erbil im Irak annulliert, teilte unter anderem die Lufthansa mit. Bis dahin würden die Lufträume dieser Länder nicht genutzt. Mehrere Staaten schlossen ihre Lufträume zumindest begrenzt.

Zusätzlich würden alle Flüge von und nach Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag gestrichen, hieß es weiter. Die Lufthansa begründete ihr Vorgehen mit der "aktuellen Lage" in der Region. Betroffene Passagiere könnten kostenlos umbuchen oder ihr Geld zurückbekommen. Das Unternehmen beobachte die Lage weiterhin genau und stehe in engem Kontakt zu den Behörden vor Ort. Die Sicherheit der Passagiere und Crews habe "stets oberste Priorität".

Am Morgen hatten Israel und die USA nach eigenen Angaben Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Aus Teheran und mehreren anderen Städten des Landes wurden Explosionen gemeldet. Starke Explosionen waren unter anderem auch aus Riad in Saudi-Arabien und der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Abu Dhabi, zu hören.

Auch weitere Airlines reagierten auf die Entwicklung: Air France strich für Samstag alle Flüge nach Tel Aviv und Beirut, Swiss annullierte sämtliche Verbindungen nach Tel Aviv bis einschließlich 7. März. Auch Turkish Airlines setzt seine Flüge in die Hauptstädte der Region vorerst aus. Gesellschaften wie British Airways, ITA Airways, Norwegian, Finnair, Air Algerie, Air India, Pakistan International teilten ebenfalls Ausfälle mit. Auch Emirates hat den Betrieb nach und von ihrem Drehkreuz Dubai vorübergehend eingestellt, wie das Unternehmen auf X mitteilte. Emirates betreibt laut des Portals Aerotelegraph die größte Airbus A380-Flotte der Welt und fliegt vier deutsche Städte an.

Laut der Flugverfolgungs-Website FlightAware waren bis zum Samstagnachmittag mehr als 12.500 Flüge verspätet; mehr als 1400 Flüge wurden annulliert. Einem Medienbericht zufolge sind derzeit rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Das berichtete der israelische Sender Channel 12.

Mehrere Länder in der Region, darunter der Iran, Irak, Israel, Syrien, Kuwait, VAE und Katar schlossen ihre Lufträume ganz oder zumindest Teile davon.

Quelle: ntv.de, are/AFP/dpa

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