Politik

Wegen Spritpreis und Steuerreform Steuereinnahmen eingebrochen

Bund und Länder haben im Mai 10,9 Prozent weniger Steuern eingenommen als ein Jahr zuvor. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Spiegel". Danach reduzierten sich die Einnahmen wegen der Steuerreform und des hohen Ölpreises um rund sechs Milliarden Mark. Bei der Mineralölsteuer sei der Schwund mit rund 13 Prozent besonders hoch ausgefallen. Offenbar verzichten die Deutschen wegen der hohen Spritpreise häufig aufs Autofahren.

In den ersten Monaten waren die Steuerabgaben von Bürgern und Unternehmen trotz Steuerreform teilweise noch merklich gestiegen. Im Mai kam es dann aber mit minus 3,9 Prozent bei der Lohnsteuer zu einem deutlich geringeren Eingang. Bei der Einkommensteuer waren es sogar 21,8 Prozent weniger. Auch bei der Körperschaftsteuer, die von allen großen Aktiengesellschaften entrichtet wird, kam es zu einem kräftigen Minus.

Quelle: ntv.de