Politik

Raketen treffen WohnhäuserTote und Verletzte nach Luftangriff auf Kiew

29.11.2025, 09:35 Uhr
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Bei dem jüngsten Angriff auf die ukrainische Hauptstadt kamen mindestens ein Dutzend Menschen zu Schaden. (Foto: REUTERS)

Immer wieder greift Russlands Militär die Ukraine auch weit entfernt von der Frontlinie an. Die ukrainische Hauptstadt ist eines der häufigsten Ziele. Nun schickt Moskau erneut Drohnen und Raketen nach Kiew - zwei Menschen werden getötet, mindestens zehn verletzt.

Bei einer weiteren nächtlichen Attacke auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind russische Raketen und Kamikaze-Drohnen in der Millionenmetropole eingeschlagen. Kurz nach Mitternacht und am späteren Morgen wurden Explosionen gemeldet. Es gebe mindestens zwei Tote und mehr als zehn Verletzte, darunter Kinder, teilte das ukrainische Innenministerium mit. Mehrere Wohngebäude in verschiedenen Stadtbezirken wurden laut Behörden beschädigt. Auch in anderen Landesteilen wurde den Berichten zufolge Raketenalarm ausgelöst.

Zudem sei das Stromnetz erneut attackiert worden, teilte das Energieministeriums mit. Mehr als 600.000 Kunden müssen demnach ohne Elektrizität ausharren. Getroffen worden seien Anlagen in Kiew und fünf Regionen. Mehr als 500.000 der betroffenen Haushalte seien in der Hauptstadt.

Kiew ist eines der häufigsten Ziele russischer Luftangriffe. Schon in der Nacht zu Dienstag waren dort laut Bürgermeister Vitali Klitschko bei Attacken mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallraketen und Drohnen sieben Menschen getötet worden. Das ukrainische Energieministerium sprach danach von einem "massiven kombinierten Angriff".

Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Gerade nachts attackieren die Angreifer ukrainische Städte immer wieder mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen. Umgekehrt greift die ukrainische Armee als Teil ihres Abwehrkampfes auch Ziele in Russland an, wobei die Opferzahlen und Schäden dort bei weitem nicht solch verheerende Ausmaße erreichen wie in der Ukraine.

Aktuell laufen Gespräche zwischen der Ukraine, ihren europäischen Verbündeten und den USA über eine Grundlage für eine mögliche Friedenslösung. Wie ein dauerhaft tragfähiger Kompromiss mit dem Angreifer Russland aussehen könnte, ist nach wie vor unklar.

Quelle: ntv.de, spl/dpa/rts

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