RTL/ntv-TrendbarometerDie AfD hält ihren Vorsprung, Merz büßt weiter ein
Schwarz-Rot schiebt viele Reformen an - kommt aber nicht aus dem Tief. Die Union bleibt im Trendbarometer von RTL und ntv deutlich hinter der AfD, die SPD liegt auf dem vierten Platz. Punkte abgeben muss auch Kanzler Merz. Und mehr Menschen erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage.
Die Bundesregierung hat Mitte vergangener Woche ihr Reformpaket vorgestellt - und damit etliche Reaktionen angestoßen. Beim RTL/ntv-Trendbarometer löst das aber bisher wenig Bewegung aus. Allerdings ist die Bundesregierung mit 44 Prozent das Thema, das die Bundesbürger mit Abstand am meisten interessiert. Die Fußball-Weltmeisterschaft nennen dagegen nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft nur noch 28 Prozent.
Keine Änderungen gibt es bei der Entscheidung für eine Partei. Wie bereits in der Vorwoche ist die AfD mit 26 Prozent die stärkste Kraft. Die Union verharrt bei 22 Prozent. Die Grünen halten den dritten Platz mit 15 Prozent, auch SPD und Linke mit je 12 Prozent bleiben im Vergleich zur Vorwoche stabil.
Die FDP liegt mit weiterhin 4 Prozent, das BSW mit unverändert 3 Prozent unter der 5-Prozent-Hürde - beide würden damit den Sprung in den Bundestag verpassen. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 6 Prozent.
Etwas Bewegung gibt es bei der Bewertung von Bundeskanzler Friedrich Merz. 14 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Gegenteilig äußern sich 84 Prozent, das ist ein Zuwachs von einem Punkt. Dabei bleibt auch bei CDU und CSU die Stimmung gespalten: 48 Prozent der Unions-Anhänger sind zufrieden mit der Arbeit des Kanzlers, 50 Prozent unzufrieden. Bei den Wählern der anderen Parteien reicht die Unzufriedenheit von 80 Prozent beim Koalitionspartner SPD über 92 Prozent bei Grünen-Anhängern bis 99 Prozent bei der AfD.
Bei der Frage nach der politischen Kompetenz verliert die Union einen Punkt auf 13 Prozent. Die AfD liegt mit stabil 12 Prozent knapp dahinter. 7 Prozent der Menschen trauen den Grünen zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden, bei SPD und Linken sind es jeweils 6 Prozent. 2 Prozent sagen das von den sonstigen Parteien. Eine Mehrheit von 54 Prozent traut keiner Partei politische Kompetenz zu.
14 Prozent der Menschen glauben, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. 64 Prozent - ein Plus von drei Punkten - gehen von einer Verschlechterung aus. Von unveränderten Wirtschaftsverhältnissen gehen 19 Prozent aus, das sind zwei Punkte weniger.
Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 30. Juni und 6. Juli erhoben. Datenbasis: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Zur Frage der politischen Kompetenz wurden 1004 Menschen befragt.
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