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Vorwürfe sexueller Belästigung Trump brandmarkt Frauen als Lügnerinnen

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Es ist ein schwerer Vorwurf, den Trump nun seinerseits gegen die Frauen erhebt, die ihn der sexuellen Belästigung beschuldigen.

(Foto: picture alliance / Carolyn Kaste)

Das Medium seiner Wahl ist bekannt: Auf Twitter attackiert Donald Trump Frauen, die ihn der sexuellen Belästigung beschuldigen. Sie würden bezahlt, Geschichten über ihn zu erfinden, schreibt der US-Präsident. Seine einzige Quelle ist Fox News.

US-Präsident Donald Trump hat in scharfem Ton mehrere Vorwürfe sexueller Belästigung zurückgewiesen. Frauen würden dafür bezahlt, "dass sie Geschichten über mich erfinden", schrieb er auf Twitter. Mehr als ein Dutzend Frauen werfen ihm vor, sie sexuell belästigt zu haben. Die Anschuldigungen waren bereits im Wahlkampf 2016 erhoben worden, fügten seiner Kampagne aber damals keinen schweren Schaden zu.

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Trump reagierte nun auf einen aktuellen Bericht der Zeitung "Washington Post" über Rachel Crooks, die nach eigener Schilderung 2005 im New Yorker Trump Tower von dem Immobilienmogul bedrängt worden sein soll. Crooks hatte den angeblichen Vorfall schon während des Wahlkampfs der "New York Times" geschildert, lässt aber seither mit ihren Anschuldigungen nicht locker. Vor kurzem gab die 35-Jährige bekannt, dass sie für einen Sitz im Regionalparlament des Bundesstaats Ohio kandidieren will - auch um mehr Gehör für ihre Vorwürfe gegen Trump zu finden.

Crooks arbeitete laut ihrer Schilderung seinerzeit am Empfang einer Immobilienfirma, die im Trump Tower ansässig war und Geschäftsbeziehungen zu Trump unterhielt. Eines Tages habe Trump an einem Fahrstuhl außerhalb des Büros ihrer Firma gewartet, als sie auf ihn zugegangen sei und sich vorgestellt habe. Der Unternehmer habe sie daraufhin auf beide Wangen und danach auf die Lippen geküsst. Trumps Küsserei habe "wahrscheinlich zwei Minuten" gedauert, so Crooks.

Spender hatten sich an Anwältin gewandt

Trump bezeichnete Crooks Schilderungen als "weitere falsche Anschuldigung". Er fragte, wer so etwas "in einem öffentlichen Raum tun würde, in dem Sicherheitskameras laufen?" Er kenne diese Frau nicht und habe sie, soweit er wisse, "nie getroffen". Er warf Crooks zwar nicht direkt und persönlich vor, für ihre Geschichte bezahlt worden zu sein. Die "Washington Post" aber ermahnte er, nicht über Frauen zu berichten, die für ihre Vorwürfe gegen ihn Geld kassierten. In einem Fall sei einer Frau die "Hypothek auf ihr Eigenheim abbezahlt" worden.

Trump zitierte den ihm freundlich gesonnenen, aber journalistisch fragwürdigen Fernsehsender Fox News als Quelle für die angebliche Bezahlung der Frauen. Den sogenannten Mainstream-Medien warf er vor, darüber nicht zu berichten, weil es ihnen nichts ins Konzept passe.

Fox News hatte im Dezember berichtet, dass die prominente Anwältin Lisa Bloom im Wahlkampf Geldzahlungen an Frauen arrangiert habe, die Trump der sexuellen Übergriffe bezichtigten. Der Sender zitierte allerdings keine eigenen Quellen, sondern einen Bericht des Politportals "The Hill". Bloom erklärte damals gegenüber der Website, dass sich Spender an sie gewandt hätten, um den von ihr vertretenen Frauen zu helfen. Sie habe sich um Geld für ihre Mandantinnen bemüht, um Schutzmaßnahmen oder einen Umzug zu bezahlen, wenn diese sich nicht in Sicherheit wägten.

Quelle: n-tv.de, fhe/AFP

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