Politik

"Bemühungen zeigen Wirkung"Washington will Druck auf Teheran durch wirtschaftliche Abschottung erhöhen

27.09.2026, 22:57 Uhr
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Ein großer Streitpunkt bleibt die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus. (Foto: dpa)

Die Vereinigten Arabischen Emirate stoppen sämtliche Flüge iranischer Fluglinien, die Türkei entzieht einer iranischen Bank die Lizenz. Für US-Finanzminister Bessent ist das ein Beleg für die Wirkung der Sanktionen. US-Präsident Trump erwartet neue Verhandlungen mit Teheran.

US-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei den Bemühungen der USA, den Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren. Auf seine Anweisung seien Teams in zahlreiche Länder geschickt worden, um dort auf Maßnahmen gegen Teheran zu dringen, erklärte Bessent bei X und fügte hinzu: "Diese Bemühungen zeigen Wirkung."

Bessent verwies unter anderem darauf, dass die Türkei und Oman keine Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air mehr ins Land ließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sämtliche Flüge iranischer Airlines gestoppt. Zudem blockierte deren Zentralbank am Mittwoch Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz.

Die USA hatten ihre Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften in dieser Woche deutlich verschärft. Finanzminister Bessent hatte angekündigt, iranische Airlines würden "weltweit lahmgelegt". Staaten wurde mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem gedroht, sollten sie den Fluggesellschaften weiter Kerosin oder Bodenabfertigung bereitstellen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" führte das US-Finanzministerium Gespräche mit mehr als 50 Ländern.

Trump: "Sie wollen einen Deal"

US-Präsident Donald Trump erwartet eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran über ein Ende des Krieges für die nächsten Tage. "Sie wollen einen Deal machen, aber es ist nicht der Deal, den ich machen will", sagte er dem US-Nachrichtenportal "Axios" in einem Telefoninterview.

"Axios" berichtete unter Berufung auf "mit der Angelegenheit vertraute Kreise", dass indirekte Gespräche zwischen Washington und Teheran bereits an diesem Montag stattfinden könnten. Die neuen Verhandlungen sollen über katarische Vermittler geführt werden.

Teheran hatte zuletzt allerdings auf seinen Bedingungen für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen beharrt. "Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt in Richtung einer Wiederöffnung der Straße von Hormus ist abhängig von der Erfüllung dieser Bedingungen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi dem staatlichen Rundfunksender Irib. "Wir werden nicht von ihnen abweichen."

Der Iran habe "die erste Reaktion des US-Präsidenten gesehen, aber bislang wurde uns nichts von den Vermittlern mitgeteilt", sagte Araghtschi weiter. Teheran warte darauf, "dass die Vermittler uns die endgültigen Positionen übermitteln, und auf deren Grundlage werden wir entscheiden", fügte er hinzu.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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