Politik

Teheran droht mit GegenschlägenTrump erwägt angeblich Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur

01.08.2026, 04:07 Uhr
00:00 / 02:47
United-States-President-Donald-J-Trump-gives-remarks-in-the-Oval-Office-of-the-White-House-in-Washington-DC-USA-on-Wednesday-July-29-2026-President-Trump-is-expected-to-announce-a-redesign-and-overhaul-of-Dulles-International-Airport-in-Northern-Virginia
Diplomatisch kommt Trump im Irankrieg kaum voran - militärisch allerdings auch nicht. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Das US-Militär könnte den Iran noch an diesem Wochenende erneut angreifen, melden mehrere Medien. Demnach denkt Trump auch über eine Ausweitung der Ziele nach. Teheran warnt und spricht von einem "Akt des Wahnsinns".

US-Präsident Donald Trump erwägt US-Medienberichten zufolge bereits an diesem Wochenende neue Angriffe auf Ziele im Iran. Das berichteten etwa der US-Sender CBS News und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Dem Bericht von CBS News zufolge könnte dabei Israel wieder in den Krieg einsteigen. Zuletzt hatten sich Israel und der Iran Anfang Juni gegenseitig angegriffen. Laut der Nachrichtenseite "Axios" könnten die neuen Attacken wiederum die Energieinfrastruktur im Iran ins Visier nehmen. Eine finale Entscheidung habe Trump noch nicht getroffen.

Für den Fall neuer Angriffe kündigte Teheran Gegenschläge an. Diese könnten auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten treffen, berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt.

Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Sollte es zu amerikanisch-israelischen Angriffen auch auf Infrastrukturziele im Iran kommen, sei dies ein Akt des Wahnsinns.

Trump verliert die Geduld

Trump hatte schon zuvor neue Angriffe auf den Iran angekündigt. "Wir werden sie sehr hart treffen", sagte er bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, mit Blick auf die nächsten vier Wochen. Trump selbst nannte keinen Zeitrahmen und wurde auch sonst nicht konkret. 

Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. "Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen." Seit Wochen sind die Gespräche zwischen Washington und Teheran festgefahren, öffentliche Fortschritte sind nicht zu sehen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

IsraelIran-KriegDonald TrumpUSAIran