Politik

"Ein miserabler Präsident"Trump pöbelt im "Cheesecake-Factory"-Streit gegen Obama zurück

27.10.2026, 11:19 Uhr
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Trump verbringt nach eigenen Angaben "sehr wenig Zeit" mit der Neugestaltung seines Amtssitzes. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Barack Obama teilt bei einem seiner seltenen Wahlkampfauftritte gegen Donald Trump aus. Der Demokrat überzieht das nach Trumps Umbauten mit Gold überladene Weiße Haus mit Spott. Der Republikaner schlägt zurück.

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Nachfolger Donald Trump mit spitzen Kommentaren über dessen Umbauten am Weißen Haus offenbar einen Nerv getroffen. Der Republikaner bezeichnete den Demokraten am Montag als "dumme Person" und verteidigte die Neugestaltung seines Amtssitzes. "Dass er sagt, es sei eine 'Cheesecake Factory', zeigt nur, warum er ein miserabler Präsident war", sagte Trump auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung.

Obama hatte sich am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Ohio über die Veränderungen am Weißen Haus in Trumps zweiter Amtszeit lustig gemacht. Besonders scharf fiel ein Vergleich mit dem früheren irakischen Diktator Saddam Hussein aus: "Er hat das Weiße Haus so aussehen lassen, als hätte Saddam Hussein eine 'Cheesecake Factory' eröffnet!" Der frühere Präsident legte Trump zudem eine Rückkehr ins Fernsehen nahe. "Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber er scheint sich sehr für Hausrenovierungen zu interessieren. Er sollte bei Home & Garden TV auftreten!", sagte Obama. "Der Typ baut einen Ballsaal, der größer ist als das Weiße Haus. Er hat den Rosengarten zubetoniert. Auf dem South Lawn hat er einen Hubschrauberlandeplatz angelegt, und überall ist Gold. Was soll das mit dem Gold? Überall nur noch mehr Gold!"

Tatsächlich prägen zahlreiche goldfarbene Elemente inzwischen das Oval Office. Gold dominiert auch in anderen Teilen des Weißen Hauses, etwa in der Porträtgalerie früherer Präsidenten im Arkadengang zwischen dem Westflügel und dem Hauptgebäude.

Trump verteidigt die Umbauten

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mississippi widmete Trump den Kommentaren seines Vorgängers rund fünf Minuten seiner Rede. "Ich habe mich um das Weiße Haus gekümmert", sagte er. "Ich habe es mit den besten Handwerkern der Welt renovieren lassen. Wir haben es neu verkleidet. Es war in einem furchtbaren Zustand."

Der Amtssitz müsse gestrichen werden, und der Putz dürfe nicht von den Wänden bröckeln, erklärte Trump. "Es geht nicht um Geld. Es geht darum, etwas zu sehen. Leute wie Obama sehen das nicht. Er sieht keinen Schmutz, er sieht keinen Dreck, er sieht keine zerbrochenen Verzierungen an einem Gebäude."

Trump betonte, er verbringe "sehr wenig Zeit" mit der Neugestaltung des Weißen Hauses. Zugleich räumte er ein: "Es macht mir Spaß, das zu tun." Es entspanne ihn, den Amtssitz auf Vordermann zu bringen, sagte er.

Republikaner treibt etliche Bauprojekte voran

Trump hat während seiner zweiten Amtszeit bereits zahlreiche Bauprojekte am Weißen Haus angestoßen. So ließ er den Ostflügel abreißen, an dessen Stelle ein großer Ballsaal für Abendveranstaltungen mit bis zu 1000 Gästen entstehen soll. Laut "Washington Post", die sich auf einen internen Bericht des Weißen Hauses beruft, werden die Kosten inzwischen auf rund 600 Millionen US-Dollar geschätzt.

Damit wären die Baukosten dreimal so hoch wie ursprünglich von Trump angekündigt. Zunächst hieß es, der Ballsaal werde vollständig durch private Spenden finanziert. Dem Bericht zufolge sollen jedoch auch 300 Millionen Dollar an Steuergeldern in das Projekt fließen.

Neben dem Ballsaal ließ Trump mehrere Schlafzimmer im Weißen Haus umgestalten und auf der Nord- und Südseite des Geländes zwei große Fahnenmasten errichten. Der Rosengarten wurde zudem nach seinen Anweisungen zu einer Terrasse umgebaut.

Seine Bau- und Umbaupläne reichen über das Gelände des Weißen Hauses hinaus. Dazu gehören die Restaurierung des Reflecting Pool am Lincoln Memorial und ein geplanter Triumphbogen in der Nähe des Nationalfriedhofs Arlington. Darüber hinaus treibt Trump die Umgestaltung des Golfplatzes East Potomac Golf Links und des Kennedy Centers voran.

Quelle: ntv.de, lme

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