Heftige Niederlage drohtTrump startet großangelegte Wahlkampf-Offensive

Den Republikanern droht bei den Zwischenwahlen Anfang November eine schmerzhafte Niederlage. Donald Trump will trotz schlechter persönlicher Umfragewerte in etliche Bundesstaaten reisen, um seine Kandidaten zu unterstützen.
US-Präsident Donald Trump plant für die kommenden Wochen bis zu den Zwischenwahlen Anfang November noch zahlreiche Wahlkampfauftritte. Der Republikaner will in mindestens zehn Bundesstaaten reisen, berichtet Politico unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte Quellen.
Die Reiseplanung des US-Präsidenten sieht dabei unter anderem Auftritte in traditionell umkämpften Bundesstaaten, wie Michigan, Georgia, Nevada, North Carolina und Ohio vor. Aber mit Alaska, Iowa, Kansas, Montana und Texas sind auch Trips in Teile der Vereinigten Staaten geplant, in welchen die Republikaner in der Regel gegenüber den Demokraten die Oberhand haben. Darüber hinaus stehen bereits in den nächsten Tagen Auftritte in Alabama und Nebraska an. Auf eine Reise in den US-Bundesstaat Maine, wo die republikanische Senatorin Susan Collins um die Wiederwahl bangen muss, verzichtet der 80-jährige US-Staatschef hingegen.
Bei den Midterms im kommenden Monat werden alle Sitze im Repräsentantenhaus sowie ein Drittel der Senatoren neugewählt. Den Republikanern droht dabei eine Niederlage. Beobachtern zufolge dürften die Demokraten voraussichtlich die Mehrheit im Repräsentantenhaus erringen. Auch ein Verlust der republikanischen Mehrheit im Senat ist nicht mehr ausgeschlossen.
Die Wahlkampf-Tour des US-Präsidenten könnte jedoch auch noch angepasst werden. "Das hängt davon ab, wie sich einige der Umfragen in den nächsten Wochen entwickeln. Wir sind bei unseren Maßnahmen stets flexibel", erklärte ein anonymer Insider aus dem Weißen Haus.
Die Republikaner haben bei den Zwischenwahlen mit mehreren Problemen zu kämpfen. Die Zustimmungswerte des US-Präsidenten hatten bereits Ende September ein Rekordtief erreicht. In einer Befragung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos äußerten sich nur noch 32 Prozent der Befragten positiv über die Arbeit des republikanischen Staatschefs. Die Belastung durch gestiegene Lebenshaltungskosten, die auch durch den von Trump begonnenen Iran-Krieg hervorgerufen wurden, sind das Hauptthema im Wahlkampf. Mit der bisherigen Reaktion des US-Präsidenten auf die zunehmende wirtschaftliche Belastung ist die deutliche Mehrheit der Wähler nicht zufrieden.
