Politik

Verrat von MilitäreinsätzenTrump würde Informanten erschießen lassen

15.10.2026, 09:38 Uhr
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Donald Trump hat kein Problem mit der Todesstrafe - vor allem, wenn es um eine bestimmte Personengruppe geht. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Wer Details zu US-Militäreinsätzen an Journalisten weitergibt, soll in den Augen Trumps mit dem Tod bestraft werden. Der US-Präsident droht mit Erschießung - das sei auch "in den alten Zeiten" schon üblich gewesen.

Wer Informationen zu US-Militäreinsätzen an die Presse durchsticht, sollte nach Meinung von Präsident Donald Trump erschossen werden. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Arizona echauffierte er sich über einen unbekannten Tippgeber, der die Uhrzeit für Angriffe auf die iranischen Atomanlagen an Journalisten weitergegeben haben soll. "Informanten sollten meiner Meinung nach erschossen werden", sagte Trump - das sei auch "in den alten Zeiten" schon üblich gewesen.

Die US-Streitkräfte hatten im Juni 2025 im Rahmen der "Operation Midnight Hammer" die iranischen Uran-Anreicherungsanlagen in Natans und Fordo sowie eine Atomeinrichtung in Isfahan bombardiert. Trump rechtfertigt den damaligen Militäreinsatz - wie überhaupt seinen Krieg gegen den Iran - immer wieder damit, dass die mit dem Verbündeten Israel verfeindete Islamische Republik keine Atombomben haben dürfe. Die Führung in Teheran beteuert stets, das Atomprogramm des Landes diene nur zivilen Zwecken und nicht der Entwicklung von Atomwaffen. Diese Darstellung wird nicht nur in den USA und Israel bezweifelt.

In den USA flammte die seit Langem geführte Debatte um die Vollstreckung der Todesstrafe jüngst wieder auf. Ein Grund dafür: Das Pentagon plant erstmals seit 65 Jahren wieder eine Militärhinrichtung, die laut Verteidigungsminister Pete Hegseth obendrein per Livestream übertragen werden soll. Die Exekution des verurteilten Attentäters Nidal Hasan, der 2009 ein Massaker auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas verübte, ist für den 3. Dezember geplant und soll am damaligen Tatort stattfinden. Vor allem die angedachte Live-Übertragung löste eine Welle der Kritik aus.

Zusätzlich angeheizt wurde die Debatte über die Vollstreckung von Todesstrafen durch das jüngste Scheitern einer Hinrichtung im Bundesstaat Tennessee. Behördenangaben nach wurden der verurteilten Mörderin Christa Pike zwei Dosen des Mittels Pentobarbital injiziert - doch die 50-Jährige überlebte. Pike sollte als erste Frau seit mehr als 200 Jahren in Tennessee hingerichtet werden.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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