Politik

Attacken im Schwarzen MeerTürkei bestellt Kiews Botschafter nach Angriffen auf Schiffe ein

29.08.2026, 19:13 Uhr
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Ein Schiff durchquert den Bosporus, der Istanbul teilt. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Mit Angriffen auf Frachter will die Ukraine Moskaus Einnahmen schmälern. Auch Russland feuert im Schwarzen Meer auf Schiffe. Vor der Hafenstadt Tuapse werden in dieser Woche zwei türkische Schiffe beschädigt. Ankara macht die Ukraine verantwortlich.

Nach Luftangriffen auf zwei türkische Schiffe im Schwarzen Meer hat Ankara den ukrainischen Botschafter einbestellt. In dem Gespräch habe die Türkei "betont, dass die Sicherheit des Personen- und Güterverkehrs sowie der Schifffahrt und der Umwelt gewährleistet sein muss", erklärte das türkische Außenministerium. Mit dem Schritt reagierte Ankara auf Angriffe auf türkische Schiffe am Mittwoch und Donnerstag.

Dabei wurde nach türkischen Angaben zunächst das Containerschiff "Lider Bordo Mavi" vor dem russischen Schwarzmeerhafen Tuapse attackiert. Am darauf folgenden Tag wurde demnach auch die "Lider Kocatepe" zum Ziel, die dem ersten Schiff zur Hilfe gekommen war. Zu möglichen Toten oder Verletzten an Bord machte das Ministerium keine Angaben. Türkische Medien berichteten, dass ein beschädigtes Schiff in die türkische Hafenstadt Samsun geschleppt werden konnte.

Die Türkei hatte zuletzt von Russland und der Ukraine ein "Moratorium" für Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer gefordert. Zuvor waren mehrere türkische Schiffe von Drohnen attackiert worden. Die Angriffe waren der Ukraine zugeschrieben worden.

Kiew will mit Angriffen auf Frachtschiffe und Tanker die Ausfuhr von Getreide und fossilen Brennstoffen behindern, deren Erlöse Russland zugutekommen. Ankara unterhält gute Beziehungen zu beiden Kriegsparteien und hat sich den westlichen Sanktionen gegen Russland nicht angeschlossen. 

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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