Politik

Sorge um Zivilbevölkerung UN: Massenhinrichtungen in Afghanistan

Viele ländliche Gebiete in Afghanistan hat die Taliban schon mit vernichtender Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht

Viele ländliche Gebiete in Afghanistan haben die Taliban schon mit vernichtender Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht

(Foto: picture alliance / Pacific Press)

Die Vereinten Nationen zeigen sich angesichts der Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen und Hinweisen über systematisches Töten der Zivilbevölkerung durch die Taliban alarmiert. Vor allem für Frauen in ländlichen Gebieten könne es demnach verheerend werden.

Nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan werden schwere Verletzungen von Menschenrechten aus dem Krisenstaat gemeldet. Darüber berichtet die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, bei einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats. Demnach gab es etwa Massenhinrichtungen von Zivilisten und ehemaligen Angehörigen der afghanischen Sicherheitskräfte.

Weiter sagte Bachelet, der Bewegungsspielraum von Frauen sei in manchen Regionen eingeschränkt worden, Mädchen dürften teils nicht mehr zur Schule gehen. Friedliche Proteste würden unterdrückt und Minderjährige zum Waffendienst geholt. Die Berichte seien glaubhaft, betonte sie.

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"Es bestehen gravierende Risiken für Frauen, Journalisten und die neue Generation von Leitfiguren der Zivilgesellschaft, die in den vergangenen Jahren in Erscheinung traten", sagte die UN-Kommissarin. "Afghanistans unterschiedliche ethnische und religiöse Minderheiten sind ebenfalls der Gefahr von Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt, bedenkt man die Muster schwerer Menschenrechtsverletzungen unter Taliban-Herrschaft in der Vergangenheit und Berichte über Tötungen und gezielte Anschläge in den vergangenen Monaten."

Der UN-Menschenrechtsrat beschäftigt sich regelmäßig mit der Menschenrechtslage in aller Welt und beruft bei Bedarf Sondersitzungen ein. Er kann eine Resolution verabschieden oder Untersuchungskommissionen einrichten. Er besteht aus 47 Ländern, die von der UN-Generalversammlung für jeweils drei Jahre bestimmt werden. Darunter ist zurzeit auch Deutschland.

Quelle: ntv.de, vsc/dpa

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