Politik

Aufregung in Moskau US-Botschaft polarisiert mit Gay-Pride-Fahne

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Die Regenbogenflagge, Symbol für Gay Pride, wird von vielen Regierungen nicht gerne gesehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Russland ist es untersagt, vor Kindern gleichgeschlechtliche Liebe zu zeigen. Putin betont, dass es in Russland niemals die Ehe für Alle geben werde. Trotzdem hängt im Gay-Pride-Monat plötzlich eine Regenbogenflagge an der US-Botschaft in Moskau.

Die US-Botschaft in Moskau hat mit einer Regenbogenflagge zum Gay-Pride-Monat an ihrem Gebäude mitten im Stadtzentrum für Aufregung gesorgt. "LGBTI-Rechte sind Menschenrechte", schreibt die Botschaft auf Facebook. "Jeder Mensch hat es verdient, ein Leben frei von Hass, Vorurteilen und Verfolgung zu führen."

Zahlreiche Internetnutzer begrüßten den Schritt der diplomatischen Vertretung - andere wetterten dagegen. Ein von Putin unterzeichnetes Gesetz verbietet unter Androhung von Strafen, in Gegenwart von Kindern gleichgeschlechtliche Liebe zu zeigen.

Seit Donnerstag läuft in Russland eine Abstimmung zu einer umstrittenen Verfassungsänderung. Dabei soll unter anderem verankert werden, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau möglich sei. Kremlchef Wladimir Putin hatte betont, dass es in Russland niemals gleichgeschlechtliche Ehen geben werde, solange er an der Macht sei.

Im vergangenen Jahr soll das US-Außenministerium Berichten amerikanischer Medien zufolge seinen Auslandsvertretungen verboten haben, die Regenbogenflagge zum Gay-Pride-Month an den Fahnenstangen der Botschaften zu hissen. Zahlreiche Diplomaten umgingen demnach aber das Verbot.

Quelle: ntv.de, jkl/dpa