Politik

Kein Wasser, Essen, ToilettenUS-Zerstörer durch tagelangen Stromausfall lahmgelegt

18.08.2026, 16:55 Uhr
00:00 / 02:42
The-Arleigh-Burke-class-guided-missile-destroyer-USS-Benfold-sails-in-formation-during-exercise-Malabar-2018-in-Philippine-Sea-June-15-2018-Picture-taken-on-June-15-2018-Sarah-Myers-U-S-Navy-Handout-via-REUTERS-ATTENTION-EDITORS-THIS-IMAGE-HAS-BEEN-SUPPLIED-BY-A-THIRD-PARTY
Die "USS Benfold" hat ihren Heimathafen in Japan. (Foto: REUTERS)

Die US-Marine ist derzeit durch die vielen Militäreinsätze des Landes belastet. An Bord eines Zerstörers fällt im Juli über vier Tage der Strom aus. Das Boot muss in einen Hafen geschleppt werden.

Ein Zerstörer der US-Marine ist im Südchinesischen Meer von einem tagelangen Stromausfall komplett lahmgelegt worden. Der Vorfall ereignete sich im Juli auf der "USS Benfold", berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen Sprecher der 7. US-Flotte. Es sei zu einem "technischen Defekt an den Generatoren gekommen".

In der Folge funktionierten auf dem Zerstörer vier Tage lang keine Toiletten oder Klimaanlagen. Auch eine Trinkwasserausgabe war ohne Strom nicht möglich. Ebenso konnten keine Mahlzeiten für die Matrosen auf dem Schiff zubereitet werden.

Die "USS Benfold" war zu dem Zeitpunkt als Teil der Begleitgruppe des Flugzeugträgers "USS George Washington" unterwegs. Andere Schiffe der Kampfgruppe, wie der Kreuzer "USS Robert Smalls", versorgten den lahmgelegten Zerstörer, während dieser in einen Hafen auf den Philippinen geschleppt wurde. "Es gab keine Verletzten unter der Besatzung, die Durchhaltevermögen, Entschlossenheit, Professionalität und unerschütterliche Gelassenheit bewiesen hat", sagte der Navy-Sprecher zu dem Vorfall.

Etliche Probleme bei US-Marine

Die "USS Benfold" hielt sich anschließend über eine Woche in dem Hafen auf bis sie wieder auslief. Ob sie sich zurück zur Flugzeugträger-Kampfgruppe begab oder ihren Heimathafen in Japan ansteuerte, ist dem Bericht zufolge nicht bekannt.

Der Flugzeugträger "USS George Washington" und die ihn begleitende Kampfgruppe sind derzeit auf dem Weg in den Nahen Osten. Dort sollen sie die "USS Abraham Lincoln" ablösen, die seit über 250 Tagen dauerhaft im Dienst ist.

Die "Navy Times" hatte zudem von mehreren Suizidversuchen in der jüngeren Vergangenheit auf dem Schiff berichtet. Ferner war die Rede von verschimmelten Duschen, nur sporadisch warmem Wasser oder auch rationierten Mahlzeiten und Seife. Defekte Toiletten sowie zermürbende Schichten von 12 bis 16 Stunden ohne freie Tage trugen ebenso zur Frustration auf dem Schiff bei. Das US-Verteidigungsministerium wies die Berichte über die Vorgänge auf dem Flugzeugträger zurück.

Quelle: ntv.de, lme

US-MilitärUSAFlugzeugträgerPhilippinenSchifffahrt