Politik

Abkommen mit Guatemala USA beenden umstrittene Asylregelung

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Für Migranten aus Honduras endet die Flucht bislang oft in Guatemala.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Zigtausende Menschen fliehen jedes Jahr vor bitterer Armut und Kriminalität aus Mittelamerika in Richtung USA. Donald Trump versuchte, die Migranten durch Asylabkommen mit anderen Staaten von der US-Grenze fernzuhalten. Joe Biden schlägt jetzt einen anderen Weg ein.

Die US-Regierung hat ein umstrittenes Migrationsabkommen mit Guatemala gekündigt. Das Außenministerium des mittelamerikanischen Landes teilte mit, es sei ein entsprechendes Schreiben der USA eingegangen. Unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump hatten die USA ähnliche Vereinbarungen auch mit Honduras und El Salvador unterzeichnet. Demnach müssen Migranten, die auf dem Weg in die USA eines dieser Länder betreten, dort Asyl beantragen.

Der neue US-Präsident Joe Biden hatte am Dienstag mit der Unterzeichnung von drei Verfügungen den von ihm angestrebten Kurswechsel in der Migrationspolitik vorangetrieben. Das US-Außenministerium hatte dabei auch angekündigt, die Abkommen mit den drei mittelamerikanischen Ländern zu beenden.

Aus Guatemala, Honduras und El Salvador - den überwiegend armen und gefährlichen Ländern des sogenannten Nördlichen Dreiecks Mittelamerikas - stammt die große Mehrheit der Zehntausenden Menschen, die jeden Monat unerlaubt über die Grenze mit Mexiko in die USA einzureisen versuchen. Trump hatte einen harten Kurs in der Migrationspolitik gefahren und sich auf verschiedenen Wegen bemüht, das Land abzuschotten. Die Biden-Regierung will nach eigenen Angaben die Migration aus Mittelamerika langfristig mehr durch Bekämpfung der Fluchtursachen und humane Regelungen angehen.

Quelle: ntv.de, íno/dpa

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