Politik

Sanktionen wegen Militäraktionen USA kürzen Äthiopien Teile der Hilfen

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Experten befürchten für die Menschen in der Region Tigray angesichts der Militäraktionen eine humanitäre Katastrophe.

(Foto: picture alliance / AA)

Seit einem halben Jahr führen die Feindseligkeiten in der Region Tigray immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen. Millionen Menschen in der Region sind vom Rest der Welt abgeschnitten. Nun kündigen die USA Sanktionen gegen eine Reihe Beteiligter an.

Im Konflikt um die äthiopische Region Tigray setzen die USA Beteiligte aus Äthiopien und Eritrea unter Druck. Experten warnen vor einer drohenden humanitären Katastrophe. Millionen Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten. Zudem gibt es Bericht über Massaker an der Zivilbevölkerung. In der Folge hat Washington Visa-Beschränkungen angekündigt. Zudem werde es eine "groß angelegte" Einschränkung der Wirtschafts- und Sicherheitshilfen für Äthiopien geben. Die humanitäre Hilfe in Bereichen wie Gesundheit, Ernährung und Bildung soll davon jedoch nicht betroffen sein.

Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen "gegenwärtige oder ehemalige äthiopische oder eritreische Regierungsbeamte" sowie Mitglieder der Sicherheitskräfte, wie US-Außenminister Antony Blinken erklärte. Auch Mitglieder der in Tigray regierenden abtrünnigen Volksbefreiungsfront TPLF seien betroffen.

Die Betroffenen hätten "keine sinnvollen Schritte zur Beendigung der Feindseligkeiten unternommen", betonte Blinken. "Die Menschen in Tigray leiden weiterhin unter Menschenrechtsverletzungen, Missbrauch und Gräueltaten." Dringend benötigte humanitäre Hilfe werde durch das äthiopische und eritreische Militär "sowie andere bewaffnete Akteure blockiert".

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Äthiopische Regierungstruppen hatten im November eine Offensive gegen die Volksbefreiungsfront TPLF begonnen. Seither sind die geschätzt sechs Millionen Einwohner der Region großteils vom Rest der Welt abgeschnitten. Im Zuge des Konfliktes waren auch Soldaten aus dem Nachbarland Eritrea einmarschiert, denen Massaker an der Zivilbevölkerung und sexuelle Gewalt gegen Frauen vorgeworfen werden.

Auch mehr als sechs Monate nach dem Einmarsch der äthiopischen Truppen gehen die Kämpfe weiter. Nach Darstellung von Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed ist die Region jedoch zur Normalität zurückgekehrt. Seinen Angaben zufolge werden Lebensmittel und andere Hilfsgüter an die Bevölkerung geliefert.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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