Politik

Nordkorea-Sanktionen USA setzen auf verstärkte See-Kontrollen

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Schiff-zu-Schiff-Transfer auf hoher See.

(Foto: dpa)

Nordkorea umgeht die Sanktionen unter anderem durch das Umladen verbotener Güter auf hoher See. Dem wollen die USA jetzt Einhalt gebieten. Sie erwägen den Einsatz der Küstenwache und ersuchen andere Staaten um Hilfe.

Die USA und wichtige Verbündete in Asien wollen Regierungskreisen in Washington zufolge stärker gegen Schiffe vorgehen, mit denen Sanktionen gegen Nordkorea gebrochen werden. Möglicherweise werde dafür die US-Küstenwache eingesetzt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren hochrangigen Mitarbeitern im Regierungsapparat.

Demnach hat es bereits Verhandlungen mit Staaten wie Japan, Südkorea, Australien und Singapur gegeben. Ziel sei eine weitere Einschränkung des Handels mit Nordkorea. Damit soll es dem isolierten Staat erschwert werden, sein Atomprogramm voranzutreiben.

Wegen des Programms gibt es bereits zahlreiche UN-Sanktionen. Den Regierungskreisen zufolge umgeht das Land die Strafmaßnahmen etwa durch Schmuggelei und das Umladen verbotener Güter auf hoher See. Das US-Präsidialamt äußerte sich offiziell nicht zu den Plänen.

Zwar sind bereits Schiffe in der Region gestoppt worden, um Sanktionen durchzusetzen. Den Insidern zufolge wollen die USA aber die Aktionen ausdehnen. Eine Seeblockade soll es aber nicht geben. Nordkorea hat erklärt, dies wäre eine Kriegserklärung. Die US-Regierung hatte am Freitag Dutzende weitere Firmen und Schiffe auf eine Sanktionsliste gesetzt, um zu verhindern, dass Nordkorea Öl kauft und Kohle exportiert.

Der Plan der US-Regierung zur Durchsuchung von mehr Schiffen dürfte die Spannungen in der Region erhöhen. So könnte die Regierung in Pjöngjang auf Vergeltungsmaßnahmen setzen. Zudem könnte es Widerstand der UN-Vetomächte Russland und China geben, falls diese die Aktion als übertrieben sehen.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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