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Reaktion auf Drohnen-Angriff USA verstärken Truppen in Saudi-Arabien

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Amerikanische Soldaten im Golf von Oman. Auch in Saudi-Arabien werden künftig mehr US-Truppen im Einsatz sein.

(Foto: picture alliance/Jacob Milham/US Navy/dpa)

Die USA machen ihre Ankündigung wahr: Nach den Angriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien stationieren sie 200 Soldaten und ein Raketenabwehrsystem in dem Land. Damit soll die "militärische und zivile Infrastruktur" geschützt werden. Bei Bedarf schicken sie noch mehr.

Als Reaktion auf die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien schicken die USA etwa 200 Soldaten in das Land. Zudem werde das Königreich mit einem Raketenabwehrsystem und vier Radarsystemen ausgerüstet, erklärte das US-Verteidigungsministerium. Damit werde der Schutz von wichtiger "militärischer und ziviler Infrastruktur" in dem Königreich verstärkt, sagte Pentagon-Sprecher Jonathan Hoffman. Es seien zudem Vorbereitungen getroffen worden, bei Bedarf weitere Kräfte und Ausrüstung zur Verfügung stellen zu können.

Die USA machen den Iran für die Angriffe auf Ölanlagen Mitte September verantwortlich, die die Spannungen zwischen den beiden Ländern deutlich verschärft hatten. Deutschland, Frankreich und Großbritannien schlossen sich diese Woche der Einschätzung der USA an. Der Iran dementiert jede Verantwortung für die Angriffe.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte vergangene Woche angekündigt, als Reaktion auf die Angriffe weitere Truppen in die Region zu verlegen, zunächst aber keine Details genannt. Esper hatte betont, die Kräfte seien defensiver Natur und dass die Verstärkung auf die Abwehr von Luft- und Raketenangriffen ausgerichtet sei.

Das Pentagon erklärte, dass es bereits eine "bedeutende Präsenz" von US-Soldaten in der Region gebe. Zudem hieß es, man erwarte auch von anderen Ländern, die den Iran kritisieren, sich an den Bemühungen zu beteiligen, Saudi-Arabien in seiner Verteidigung zu stärken. Die Bundesregierung hatte allerdings erst vergangene Woche ihr Embargo für Waffenlieferungen an das Königreich verlängert. Der deutsche Rüstungsexportstopp war nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul verhängt worden.

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Quelle: n-tv.de, ibu/dpa/AFP

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