Politik

Bekennerschreiben aufgetauchtUnbekannte verüben Anschlag auf Auto von CDU-Politiker

19.06.2026, 17:57 Uhr
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Christoph de Vries ist parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenministerium. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Wagen des Hamburger CDU-Politikers Christoph de Vries ist mit Buttersäure übergossen, das Auto eines hochrangigen Polizisten angezündet worden. Im Internet taucht ein Bekennerschreiben einer mutmaßlich linksextremistischen Gruppe auf. Der Staatsschutz ermittelt.

In Hamburg ist ein Buttersäureanschlag auf den Privatwagen des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesinnenministerium, Christoph de Vries, verübt worden. Am Donnerstagmorgen habe ein Fahrzeugbesitzer an seiner Wohnanschrift an seinem Auto einen stark übelriechenden Geruch festgestellt und im Tagesverlauf bei der Polizei angezeigt, erklärte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage, ohne den Namen des CDU-Politikers zu nennen. In Hamburg tagte seit Mittwoch die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern.

Wegen eines vorliegenden Bekennerbriefs, der mit "FREE ALL ANTIFAS – Feuer und Flamme der Repression!" unterzeichnet wurde, habe der Staatsschutz Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. In dem im Netz hochgeladenen Statement wird de Vries, der sich "in der Rolle des rechten Kulturkämpfers mit ideologischen Überschneidungen zur AfD" gefalle, ausdrücklich genannt.

In der Nacht zu Donnerstag gab es zudem in Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein einen Brandanschlag auf den Privatwagen des Leiters des Hamburger Polizeikommissariats 16. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge brannte der Wagen vollständig aus.

Auch dazu bekannten sich die mutmaßlichen Linksextremisten in ihrem Schreiben. Die Polizei erklärte, der Hamburger Staatsschutz sei in engem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Schleswig-Holstein. Die Ermittlungen würden jedoch vom dortigen Staatsschutz geführt.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Hamburg verurteilte die Anschläge. "Solche Taten haben mit politischer Auseinandersetzung nichts zu tun", erklärte sie. Sie seien Ausdruck eines menschenverachtenden Extremismus, der Einschüchterung und Angst verbreiten solle. Empört zeigten sich auch Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen und die Hamburger AfD-Fraktion.

Quelle: ntv.de, csi/dpa

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