2012 starben vier US-BürgerVerdächtiger des Angriffs auf US-Konsulat in Bengasi gefasst

Im Präsidentschaftswahlkampf gegen Hillary Clinton schlachtet Donald Trump einen Vorfall während des Bürgerkriegs in Libyen aus, bei dem der US-Botschafter getötet wurde. Fast 15 Jahre nach dem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi wird nun ein wichtiger Verdächtiger gefasst.
14 Jahre nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi ist ein wichtiger Verdächtiger gefasst worden. US-Justizministerin Pam Bondi sagte bei einer Pressekonferenz, der "Schlüssel"-Akteur Subair al-Bakusch sei festgenommen und in die USA gebracht worden. Ihm solle unter anderem wegen "Mordes, Terrorismus, Brandstiftung" der Prozess gemacht werden.
Wo al-Bakusch festgenommen wurde, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Bondi und der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, sagten lediglich, der Mann sei im "Ausland" gefasst worden.
Schwerbewaffnete Islamisten hatten das US-Konsulat in Libyens zweitgrößter Stadt Bengasi am 11. September 2012 inmitten des libyschen Bürgerkriegs gestürmt und in Brand gesetzt. Bei dem Angriff wurden vier US-Bürger getötet, unter ihnen Botschafter Chris Stevens. Für den Angriff wurde eine Dschihadistengruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida verantwortlich gemacht.
Der tödliche Angriff, der genau elf Jahre nach den Anschlägen auf die USA vom 11. September 2001 verübt wurde, erschütterte die USA und stürzte die Regierung des damaligen US-Präsidenten Barack Obama in eine schwere politische Krise. Dem damals von Hillary Clinton geführten Außenministerium wurden schwere Versäumnisse vorgeworfen. Der heutige US-Präsident Donald Trump nutzte das Thema auch im Wahlkampf vor der Präsidentschaftswahl 2016, die er gegen Clinton gewann. "Seine Darstellung von Clintons Rolle bei den Anschlägen von Bengasi war völlig falsch", schrieb der US-Sender ABC damals über eine von Trumps Wahlkampf-Reden.
In den USA wurden wegen des Angriffs auf das Konsulat bereits mindestens zwei Libyer verurteilt. Einer von ihnen wurde 2018 zu 22 Jahren Haft verurteilt, der andere 2020 zu knapp 20 Jahren Gefängnis.